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MI | 11.04.2012
FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache (Bild: ORF)
POLITIK
Strache: "Wollen die Rettung Europas"
Am Mittwoch hatte die Salzburger FPÖ ihren Wahlkampfabschluss zur EU-Wahl. Heinz-Christian Strache und EU-Spitzenkandidat Andreas Mölzer machten mit klassischen FPÖ-Themen und Angriffen auf politische Gegner Stimmung.
Demonstranten kamen zu Veranstaltung.
"Linke Nazis" sorgten für Aufregung
Im Festsaal des Stiegl-Kellers in der Salzburger Altstadt fanden sich Mittwochabend rund 400 Besucher ein, um den Worten von Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache zu lauschen. Der kritisierte seine Gegner scharf:

"Wenn ich erleben muss, dass nach einer Veranstaltung wie in Wien, ich nach der Veranstaltung von 50 Linksextremisten gewalttätig attackiert worden und mit Bierflaschen beworfen worden bin, dann schweigt die Republik", sagte Strache.

Da brach plötzlich Unruhe im Publikum aus: im hinteren Teil des Saales waren einige Demonstranten aufgestanden, die Strache beschimpften. Der reagierte sofort: "Und da stehen sie schon wieder, die linken Nazis, lauter linke Nazis, antidemokratische linke Nazis."
EU-Beitritt der Türkei als wichtigstes Thema
Aber die Situation beruhigte sich schnell wieder, Ordner führten die Demonstranten aus dem Saal, bis auf Pfiffe blieb alles friedlich.

Der Zwischenfall war ein unfreiwilliger Höhepunkt bei der eineinhalb Stunden langen Veranstaltung. Zu Beginn hatte die Salzburger FPÖ-Funktionärin Gertraud Schimak gesprochen, danach der blaue EU-Spitzendandidat Andreas Mölzer. Wichtiges Thema bei beiden war ein möglicher EU-Beitritt der Türkei.

"Eines ist klar, Rot-Schwarz - nicht nur in Österreich, auch auf der Brüsseler Ebene - wird die Türkei hereinholen und wir sind die einzigen, die das verhindern werden und das walte Gott", meinte Mölzer.
"Kein nicht-europäisches Land in EU"
Den meisten Applaus bekam aber Heinz-Christian Strache an diesem Abend. Er sprach vor allem über Innenpolitisches, EU-Themen streifte Strache nur- etwa einen angeblich möglichen Beitritt Israels.

"Ich sage euch klar und deutlich: kein nicht-europäisches Land soll Mitglieder der Europäischen Union werden. Wir haben an unseren historischen, kulturellen und geographischen Grenzen halt zu machen. Wir wollen nicht den Untergang Europas, wir wollen die Rettung Europas. Wir wollen keine europäisch-asiatisch-afrikanische Union haben."

Nach der Veranstaltung blieb alles friedlich. Zur Sicherheit patroullierten einige Polizeitrupps und Heinz-Christian Strache, bekam das, woran er mitterweile wohl gewöhnt ist: frenetische Sprechchöre seiner Anhänger.
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