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DI | 14.02.2012
Red-Bull-Cola (Bild: High Contrast/wikipedia.org)
WIRTSCHAFT
Deutsches Verkaufsverbot für Red Bull Cola
Nachdem Kokainspuren in Red Bull Cola gefunden wurden, haben mehrere deutsche Bundesländer des Produkt des Fuschler Getränkeherstellers aus den Regalen genommen. Auch in Österreich untersuchen die Behörden.
Vier deutsche Bundesländer schreiten ein
Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz haben bis Samstagnachmittag ein Verkaufsverbot für Red Bull Cola ausgesprochen. In Baden-Württemberg dagegen bleibt das Getränk vorerst in den Regalen.

"Die Cola ist nicht gesundheitsgefährdend, aber sie verstößt gegen Lebensmittelrecht", sagte der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz. "Auch wenn die nachgewiesene Substanz unbedenklich ist, handelt es sich rechtlich bei dem Getränk um kein Lebensmittel, sondern ein Betäubungsmittel."

Baden-Württemberg will dagegen zunächst keine Konsequenzen ziehen. "Es gibt bislang noch keine Hinweise, dass auch der Handel in Baden-Württemberg von den Lieferungen betroffen ist", sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Verbraucherministeriums.
Gutachten eine Landesinstituts
Das nordrhein-westfälische Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) hatte ein Gutachten zu Red Bull Cola erstellt und Spuren von Kokain gefunden, die offensichtlich von einem dekokainierten Cocablatt-Extrakt stammen.
Proben in Österreich gezogen.
Gesundheitsagentur untersucht auch
Unterdessen hat auch die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Proben des Getränks gezogen, erklärte AGES-Sprecherin Ingrid Kiefer am Samstag auf Anfrage der APA.

"Wir sind informiert worden und gehen der Sache nach", sagte Kiefer. Man habe bereits Proben des Cola gezogen, diese würden derzeit untersucht. "Welches Ergebnis diese haben, kann ich aber noch nicht sagen." Die AGES-Sprecherin rechnete damit, dass Resultate zum Wochenbeginn vorliegen könnten.
Red Bull will Bedenken ausräumen
Red Bull bemühe sich, die Bedenken der deutschen Behörden auszuräumen, sagte Unternehmenssprecherin Tina Sponer auf ORF-Anfrage.

Kokablatt-Extrakte wie im Red Bull Cola würden weltweit als Aroma in Lebensmitteln eingesetzt. Sie gelten in der EU und den USA als unbedenklich, betont Sponer.
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