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KIRCHE |
19.05.2009 |
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Weihbischof Laun kritisiert Strache
Heinz-Christian Strache (FPÖ) benutze das Kreuz für seine Politik. Das weise er zurück, so der Salzburger Weihbischof Andreas Laun im APA-Gespräch. Der FPÖ-Chef hatte mit dem Kreuz in der Hand gegen eine Moschee demonstriert.
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"Strache wahrscheinlich kein großartiger Katholik." |
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"Katholische Kirche nicht vor Politik spannen"
"Er versuchte, das Kreuz für seine Politik zu benutzen und das weise ich zurück. Er kann nicht im Namen des Kreuzes auftreten und die katholische Kirche vor seine Politik spannen, das kann keine Partei in Österreich tun", betonte Laun.
Die Aktion mit dem Kreuz bezeichnete Laun als "merkwürdig" und meinte in Richtung Strache: "So ein großartiger Katholik ist er wahrscheinlich nicht."
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"Gott schützt nicht nur Christen." |
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Christen streben keine politische Herrschaft an
Keine Freude hat der Weihbischof auch mit dem Plakattext "Abendland in Christenhand": "Der Slogan ist politisch gemeint, nicht christlich. Gott schützt alle Menschen, nicht nur die Christen." Der Slogan klinge so, als würde die Kirche alle Andersdenkenden ausgrenzen.
"Christen wünschen allen anderen Menschen, dass sie zu Christen werden. Aber sie streben nicht die politische Herrschaft über Europa an. Sie wollen nicht alle Nicht-Christen ausbürgern oder sonst wie entrechten. Diese Haltung verlangen sie mit Nachdruck auch von jeder anderen Religion, auch vom Islam", sagt Laun.
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"Gehorsam gegenüber Geboten wünschenswert." |
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Laun: Auch Christen vereinnahmen Kirche
Was das Abendland nach Angaben Launs brauche, sei "der Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes, die Annahme des höheren Rechtes, das von Gott kommt und alle verpflichtet. 'Abendland in Gotteshand', das wäre ein Europa, in dem alle gut und in Sicherheit leben können."
Gemessen am Gottesrecht hätten in Österreich aber alle Parteien große Defizite, so Laun. Als Beispiele nannte er die Abtreibungspolitik, die Homosexuellenehe, die "Gender-Ideologie", die "Degradierung der Familie" und die "staatliche Einmischung in das Elternrecht". Eine Portion Kritik bekam auch die Partei "Die Christen" ab. Sie würde mit dem Titel die Kirche vereinnahmen, sagte Laun.
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ORF.at; 19.5.2009
In der Debatte über den "religiösen" Wahlkampf der FPÖ wird der Ton immer rauer. Nachdem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache für seinen Auftritt mit Kruzifix in der Hand gegen den Bau einer Moschee wegen "Missbrauchs religiöser Symbole" kritisiert wurde, holt der FPÖ-Chef nun zum Rundumschlag gegen den heimischen Klerus aus.
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