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FORSCHUNG |
30.03.2009 |
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Gamma-Strahlen wirken gegen Krebs
Geringe Dosen von Gamma-Strahlung können in Zellkulturen die Zahl von Krebszellen reduzieren. Das hat der Biophysiker Helmut Schöllnberger von der Universität Salzburg herausgefunden.
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Aktivierung von Reparaturmechanismus
Schöllnberger ist den jüngsten, auf den ersten Blick überraschenden Ergebnissen mittels biophysikalischer, mathematischer Modelle auf den Grund gegangen, wie sich die Strahlung derart positiv auswirken kann.
Wissenschafter vermuten, dass die positiven Effekte der Gamma-Strahlung jedenfalls zum Teil auf der Aktivierung von Reparaturmechanismen beruhen. Schöllnberger hat bei seinen Berechnungen unter anderem auf das Phänomen des programmierten Zelltods (Apoptose) konzentriert.
"Tatsächlich lassen sich die schützenden Wirkungen von geringen Strahlendosen durch sogenannte bystander-induzierte Apoptose erklären", so der Biophysiker vom Fachbereich Materialforschung und Physik der Uni Salzburg.
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Bis zu 150 Milli-Gray
Unter Bystander-Effekt bezeichnen die Forscher den Einfluss von benachbarten Zellen. Im konkreten Fall induzieren umgebende, gesunde Zellen den programmierten Zelltod von Krebszellen und dieser Effekt wird durch die schwache Gamma-Strahlung verstärkt.
"Die schützenden Effekte zeigen sich bis zu Dosen von etwa 150 Milli-Gray (mGy)", so Schöllnberger.
Zum Vergleich: Ein Zahnröntgen oder ein Transatlantikflug bedeutet eine Dosis von etwa 0,1 mGy. Die positiven Effekte der Gamma-Strahlung können allerdings nicht auf andere Arten von ionisierender Strahlung umgelegt werden, betonte der Experte.
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Ergebnisse bisher nur für Zellkulturen
Ebenfalls in Zellkultur-Experimenten konnte gezeigt werden, dass sich Alpha-Strahlung in kleinen Dosen sogar überproportional stark negativ auf Zellen auswirkt. Schöllnberger konnte in seinen Modellen als Ursache einen schädigenden Bystander-Effekt ausmachen.
Der Physiker betonte, dass die Ergebnisse bisher nur für Zellkulturen gelten. Inwieweit sie auch auf Organismen oder gar den Menschen umlegbar sind, ist noch nicht klar.
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