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MO | 13.02.2012
Internet (Bild: APA)
POLIZEI
E-Mails: Warnung vor Erbschaftsbetrügern
Betrüger haben eine Salzburger Geschäftsfrau um 350.000 Euro geschädigt. Eine hohe Erbschaft wurde ihr versprochen. Sie sollte im Vorfeld die Abwicklung finanzieren und verlor ihr Geld.
350.000 Euro ins Leere überwiesen
Fälle dieser Art häufen sich, teilt die Polizei mit. Auch über Single-Börsen wird Opfern viel Geld für Flugtickets, Visumgebühren, Internetkosten oder Krankenhausbehandlungen herausgelockt.

Die Salzburgerin erhielt eine E-Mail: Sechs Millionen US Dollar seien zu erben, 40 Prozent stünden ihr zu, wenn sie Notar, Anwaltskosten und Steuer vorfinanziere. Die Spesen müssten im Voraus bezahlt werden. Die Unternehmerin überwies den Tätern dann insgesamt 350.000 Euro.
Fälle auf allen Kontinenten
Gutgläubigkeit der Menschen werde für diese kriminellen Geschäfte ausgenützt, sagt Gerald Staller, Leiter des Betrugsreferates im Bundeskriminalamt: "Die Opfer überweisen laufend Geld in der Hoffnung, dass sie endlich die große Erbschaft erhalten. Sie werden immer hingehalten, und schlussendlich wird dann der Kontakt abgebrochen.

In allen Kontinenten sind Polizeidienststellen mit Kriminalfällen dieser Art befasst, koordiniert über Interpol: "Die Erhebungen sind sehr schwierig, weil der Kontakt fast immer über E-Mail läuft. Das ist ein weltweites Phänomen, und wir kooperieren dabei eng mit anderen Polizeidienststellen."
"E-Mails ignorieren und sofort löschen!"
Das Bundeskriminalamt rät, Anfragen oder Angebote dieser Art in keinem Fall zu beachten: "Auf solche E-Mails sollte keinesfalls reagiert werden. Man sollte sie sofort löschen."

Aktuell sind im Bundeskriminalamt sieben derartige Fälle - wo Geld überwiesen wude - bekannt, zwei aus Salzburg. Die Zunkelziffer sei ein Vielfaches höher. Geschädigte hätten nämlich Hemmungen sich bei der Polizei zu melden, teilen Ermittler mit.
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