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MO | 13.02.2012
Kuh Faironika, a faire Milch (Bild: Stadlober)
Kunststoffkuh "Faironika" der IG Milch
LANDWIRTSCHAFT
Eisl gegen Burgstallers Milch-Förderungen
ÖVP-Agrarlandesrat Sepp Eisl lehnt Förderungsversprechen der Landeshauptfrau für Milch ab. Gabi Burgstaller (SPÖ) kündigte Montag an, die Marke "A faire Milch" mit 100.000 Euro aus dem Agrar-Fördertopf zu unterstützen.
IG A faire Milch (Bild: A faire Milch) Politischer Schlagabtausch: "Wahlkampf"
Eisl wehrt sich politisch seit dem bundesweiten Milchstreik von Bauern gegen die - laut deren Eigendefinition - parteiunabhängige Milchbauern-Initiative "A faire Milch" und betont, Salzburger Geld solle es nur für Salzburger Produkte geben. Die "faire Milch" von der IG Milch komme aber aus ganz Österreich. Außerdem zeigt sich Eisl über den Eingriff der Landeshauptfrau in sein Ressort nicht erfreut.

Für den Landesrat fällt die Förderzusage der Landeshaupfrau für die "faire Milch" in die Kategorie Wahlkampf: "Wir hatten eine solche Situation ja schon nach dem Milchstreik. Dort hat die Landeshauptfrau gesagt, eine Million Euro steht für die Salzburger Milchbauern zur Verfügung. Als sie dann einige Wochen später zu den Budgetverhandlungen gekommen ist, hat man intensiv darüber zu diskutieren begonnen und streiten müssen, dass die Milchbauern wirklich zu diesem Geld gekommen sind."
Verweis auf Salzburger Molkereien
Es stimme einfach nicht, dass den Rebellen der IG Milch Geld aus dem mit 950.000 Euro gefüllten Salzburger Agrarmarketing-Topf vorenthalten werde, sagt Eisl:

"Bis jetzt hat die IG Milch keinen Antrag dafür gestellt. Und für uns wäre schon wichtig, dass Salzburger Milch drinnen ist und Salzburger Verarbeitungsbetriebe das durchführen. Das ist für uns eine Voraussetzung."
IG Milch: "Molkereien haben abgelehnt"
Vertreter der IG Milch bestätigten Montag auf Anfrage des ORF, dass man bislang in den Bundesländern noch nicht um Geld aus dem Agrarmarketing angesucht habe. Sehr wohl aber beim Bund, und dort sei man abgeblitzt. Trotzdem komme die "faire Milch" zum Teil auch von Salzburger Milchbauern. Sie wird zwar in Aspach in Oberösterreich abgefüllt - aber nur, weil alle Salzburger Molkereien zuvor eine Kooperation abgelehnt hätten.

Die Aussage von Landesrat Eisl, dass hier mit Salzburger Steuergeld eine oberösterreichische Molkerei unterstützt werde, sei schlichtweg falsch, teilte die IG Milch am Dienstag der Austria Presse Agentur mit: "Die zehn Cent netto, die pro Milchpackung bei uns direkt zu den Milchbäuerinnen und -bauern fließen, gehen nie den Weg über die Molkerei sondern über ein Treuhandkonto, das einmal im Jahr an die Vertragspartner ausbezahlt wird."

Außerdem fördere das Salzburger Agrarmarketing auch die österreichweite Direktvermarktung "Gut So" von Franz Fischlers landwirtschaftlicher Initiative "Ökosoziales Forum".
Ball im Wahlkampf zurückgespielt
Auch das wird vom Salzburger Agrarlandesrat Sepp Eisl relativiert: "Das ist ein kleiner Anteil von 18.000 Euro."

Die Landeshauptfrau sollte besser in ihrem eigenen Ressort für die Unterstützuing der Milchbauern sorgen - nämlich durch den Kauf heimischer Milchprodukte, spielt Eisl den Ball im eigenen Wahlkampf zurück.
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