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MO | 13.02.2012
Julian Hochleitner bei Hirschruf-WM. Bild: Familie Hochleitner, Goldegg
DORTMUND
Junger Salzburger bei Hirschruf-EM
Jüngster Teilnehmer bei der Hirschruf-Europameisterschaft in Dortmund war Samstag der 14-jährige Julian Hochleitner aus Goldegg (Pongau). Mit Vater und Onkel repräsentierte er Österreichs Hirschrufer.
Röhrender Hirsch. Bild: Salzburger Jägerschaft Stimmbruch als Bremse
Julian Hochleitner schaffte es auf Platz zwölf der Europameisterschaft - noch vor seinem Vater - und war nicht enttäuscht: "Ich habe viel zu hell geschrien." Er sei gerade im Stimmbruch und seine Stimme noch nicht so tief. Der junge Goldegger will aber weitermachen.
20 Minuten Vorbereitung pro Tag
Julians Onkel Christian Hochleitner, Berufsjäger in Werfen (ebenfalls Salzburger Pongau), wurde Dritter. Wie er sich vorbereitet hat? "In den letzten zwei Wochen habe ich jeden zweiten Tag etwa 20 Minuten gerufen", sagt der 46-Jährige:

"Im Wohnzimmer, meistens, wenn niemand zu Hause war - damit es die Familie nicht stört." Auch er will weitermachen. In früheren Jahren war er bereits zwei Mal österreichischer Meister.
Lange Tradition der Ruf- und Lockjagd
Zweck der kurios anmutenden Lautäußerungen ist, während der Brunftzeit des Rotwildes von September bis Anfang Oktober dem "Platzhirsch" einen Nebenbuhler vorzutäuschen. Damit will der Jäger ihn aus der Deckung locken, um das Tier für einen möglichen Abschuss beurteilen zu können.

Die Kunst, den Hirsch zu rufen, sei "anspruchsvolles jagdliches Handwerk", lässt der Veranstalter wissen. Die sogenannte Lock- und Rufjagd habe eine jahrhundertelange Tradition.
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