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DI | 14.02.2012
Fußball (Gepa/Doris Schlagbauer)
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Red Bull Salzburg erstattet Selbstanzeige
Fußballclub Red Bull Salzburg hat bei der Spielervermittlerkommission des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) Selbstanzeige erstattet. Grund dafür seien einige unkorrekte Spielertransfers in den Jahren 2005 und 2006, meldete die APA.
Acht Fälle aus den Jahren 2005 und 2006 betroffen.
Nicht alle Bestimmungen eingehalten
"Der Verein hat zugegeben, nicht alle Bestimmungen des FIFA-Reglements im Zusammenhang mit Spielervermittlern eingehalten zu haben", sagte Josef Geisler, Vorsitzender der Spielervermittlerkommission und Präsident des Tiroler Fußballverbands, am Donnerstag gegenüber der Austria Presse Agentur.

Es handle sich dabei um insgesamt acht Fälle, die in den Jahren 2005 und 2006 abgewickelt worden seien.
Manager und Berater ohne FIFA-Lizenz
In zwei internationalen und sechs nationalen Transfers sollen Manager oder Berater im Spiel gewesen sein, die über keine FIFA-Lizenz verfügten.

"Die Namen der Akteure kann ich aber nicht nennen", bat Geisler um Verständnis. Laut der "Tiroler Tageszeitung" soll es die Wechsel von Ezequiel Carboni, Laszlo Bodnar bzw. Christian Mayrleb, Roland Kirchler, Patrik Jezek, Markus Scharrer, Ronald Gercaliu und Pascal Grünwald betreffen.
Ausschluss von internationalen Bewerben
Die Kommission hat sich am Donnerstag mit der Salzburger Anzeige beschäftigt, die Unterlagen geprüft und schließlich beschlossen, die österreichischen Übertritte an den Bundesliga-Senat II (Schlichtungsstelle) und die internationalen Transaktionen an den Weltfußballverband (FIFA) weiterzuleiten.

Der Strafrahmen für solche Vergehen reicht laut Geisler von einer Ermahnung über eine Geldstrafe und Transfersperre bis hin zu einem Ausschluss von internationalen Bewerben.
"Wir warten einmal das Urteil ab und werden dann weitersehen. Vorher können wir nicht reagieren."
Kein Kommentar von Red Bull
Aus dem Red-Bull-Imperium von Dietrich Mateschitz bzw. von einem Sprecher des Konzerns war am Donnerstag nur zu hören, dass das alles schon vor rund einem Monat in den Medien behandelt worden sei und man außerdem dazu keinen Kommentar abgeben wolle.

"Wir warten einmal das Urteil ab und werden dann weitersehen. Vorher können wir nicht reagieren", hieß es auf die Anfrage der APA.

Grund für das plötzliche Rechtsempfinden und die Selbstanzeige könnte der Streit mit Ex-Cheftrainer Kurt Jara sein. Dieser wird nämlich bereits im Februar am Landesgericht Innsbruck fortgesetzt werden.
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