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DI | 14.02.2012
Weihbischof Andreas Laun. Bild: APA
KATHOLISCHE KIRCHE
Laun verteidigt neuen Linzer Weihbischof
In der Diskussion um den neuen Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner verteidigt der Salzburger Weihbischof Andreas Laun jetzt seinen Amtskollegen. Wagner werde in einem "bösartigen Ton" attackiert, weil er zum Papst stehe.
Für Laun kann äußeres Unglück mit einem "Abfall von Gott" in Zusammenhang stehen.
Verständnis für New-Orleans-Vergleich
Die umstrittenen Aussagen Wagners, der die "Katrina"-Sturmflut in New Orleans in Zusammenhang mit "geistiger Umweltverschmutzung" gebracht hatte, verteidigte Laun im Gespräch mit der APA: Wagner habe nur allgemein festgehalten, dass ein äußeres Unglück in Zusammenhang mit einem "Abfall von Gott" stehen könne: "Lesen Sie das Alte Testament, da kommt das öfters vor."

Auch andere umstrittenen Aussagen Wagners unterstützt Laun: Die Frage nach der "Kommunionswürdigkeit" von Katholiken, die nur selten in den Gottesdienst gehen, komme schon bei Paulus vor. "Der katholische Christ ist verpflichtet, am Sonntag am Gottesdienst teilzunehmen." Verweigern könne man die Kommunion aber in der Praxis ohnehin niemandem.
"Priester und Laien gehorchen Kirche nicht"
Dass Papst Benedikt XVI. mit Wagner einen Weihbischof bestellt hat, der nicht am Dreiervorschlag der Diözese war, verteidigte Laun: "Ein Dreiervorschlag ist kein Verpflichtung für den Papst."

Die Polarisierung in der Diözese Linz sei ja nicht wegen Wagner entstanden, betont Laun mit Blick auf Laientaufe und Laienpredigt: "Die Polarisierung ist in Oberösterreich nur eingetreten, weil eine ganze Reihe von Priestern und Laien der Kirche, dem Papst kann man sagen, nicht gehorchen. Soll der Papst da einen ernennen, von dem er wieder weiß, dass er ihm wieder nicht gehorcht? Das ist eine Zumutung!"
Austritte, "weil zuviel geschwiegen wurde".
Keine Angst vor Kirchenaustritten
Den Kritikern Wagners - konkret dem Theologen Paul Zulehner, der dessen Ernennung als "eine Art Kriegserklärung" an die Kirche in Österreich gewertet hatte - attestiert Laun einen "bösartigen Ton": "Die haben ein Problem mit der Kirche."

Vor Austritten aus der Kirche fürchtet sich Laun nicht: "Die Kirchenaustritte haben wir dauernd, immer im höheren Maße gehabt, das war zum Teil eher deswegen, weil zu viel geschwiegen wurde. Tatsache ist, dass jetzt mehr ausgetreten sind als zu Zeiten von Krenn und Eder."
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