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MO | 13.02.2012
Milch wird in Kübel geleert. (Bild: ORF)
LANDWIRTSCHAFT
SPÖ: ÖVP mit Schuld an Milchpreis-Verfall
Der ÖVP-Bauernbund und die von ihm dominierte Landwirtschaftskammer seien hauptverantwortlich für den neuerlichen Preisverfall bei Milch. Das kritisiert SPÖ-Agrarsprecher Robert Zehentner.
Überschüssige Milch muss verlustbringend exportiert werden.
Keine jährliche Produktionssteigerung mehr
Seit dem EU-Beitritt Österreichs vor 14 Jahren sei die Milchquote in Österreich um 700.000 Tonnen erhöht worden, betont Zehentner. Mittlerweile müssten rund 40 Prozent der heimischen Milch in andere Länder exportiert werden - und das teilweise zu nicht kostendeckenden Kampfpreisen.

Die Agrarpolitik müsse sich jetzt dazu durchringen, auf die zwei Prozent jährliche Steigerungsrate bei der Milchproduktion zu verzichten oder sogar die Produktionsmenge für heuer um zehn Prozent zu senken, fordert der SPÖ-Bauernvertreter.
Für Urabstimmung unter Milchbauern
Zehentner kann der von der IG Milch vorgeschlagenen Urabstimmung unter den Milchbauern zu diesem Thema etwas abgewinnen.

Er hält es für sinnvoll,"zu fragen: Wollt ihr, dass die zwei Prozent in die nationale Reserve hineinkommen und nicht verteilt werden? Dann sieht man eh. Ich verstehe nicht, warum ein Walter Strasser (Bezirksbauernobmann im Flachgau - Anm.) heute klagt, dass soviel Milch da ist und dann gegen die Urabstimmung da ist. Weil dann ist er politisch eh aus dem Schneider."
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