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Wirtschaft |
15.01.2009 |
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Schließung von M-real trifft Region schwer
Fast 500 Beschäftigte von M-Real in Hallein verlieren ihren Job, mit Ende April wird die Papierproduktion stillgelegt. Viele trifft das Aus der Fabrik schwer, zurzeit Arbeit zu finden, ist fast unmöglich, doch das interessiert in Finnland niemanden.
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"Die Jungen sind hierher gekommen, haben sich etwas erhofft, haben Haus gebaut, haben Kinder und Familien, ja wie soll das weitergehen?" |
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"Wie soll das alles weitergehen?"
485 Arbeiter und Angestellte der Papierfabrik in Hallein verlieren ihren Arbeitsplatz. Einer von ihnen ist Peter Krischan, der seit 22 Jahren mit dem Werk verbunden ist:
"Jetzt bin ich 54, mich trifft es nicht mehr so schlimm, wie die Jungen. Die sind hierher gekommen, haben sich etwas erhofft, haben Haus gebaut, haben Kinder und Familien, ja wie soll das weitergehen? Die haben Schulden und jetzt sollen sie so schnell wie möglich wieder einen Job bekommen."
Auf solche Schicksale konnte oder wollte der finnische Eigentümer, der M-Real Konzern, nicht Rücksicht nehmen angesichts von 50 Millionen Euro Verlust in drei Jahren und eines massiven Preisverfalls für Papier, begründete Jarmo Salonen, Aufsichtsratsvorsitzender die Entscheidung am Mittwoch im fernen Finnland.
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"Werden uns nicht selbst Konkurrenz machen"
M-real hat ja mehrere Fabriken an den südafrikanischen Sappi-Konzern verkauft. Sappi sei an Hallein nie interessiert gewesen und andere Käufer seien nicht in Frage gekommen.
"Solche Konzepte wollen wir nicht bauen, wo wir uns selbst Konkurrenz machen. Das ist doch selbstverständlich", meint Jarmo Salonen.
Nicht nur diese klare Absage an jedes Kaufangebot hat die Betriebsräte fassungslos gemacht, meint Arbeiterbetriebsrat Bernhard Steinberger.
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"Da ist dann so richtig aufgekommen, dass die ganzen Aktionen, wie die Unterschriftenaktion, von den Eigentümern nur noch als lächerlich gesehen wurden." |
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Betriebsräte sind fassungslos
"Das Gefühl, dass wir gegen eine Mauer geredet haben, ist iegentlich erst am Dienstag aufgekommen, als wir vom Management informiert wurden, was am Mittwoch präsentiert wurde.
"Da ist dann so richtig aufgekommen, dass die ganzen Aktionen, wie die Unterschriftenaktion, von den Eigentümern nur noch als lächerlich gesehen wurden", sagt Bernhard Steinberger und Angestelltenbetriebsrat Walter Kogler ergänzt:
"Wir werden aber nicht aufgeben, wir sind sehr bemüht, hier mit gemeinsamer Politik Maßnahmen zu setzen."
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Möglichen Investoren Weg ebnen
Genau davor warnt Jörg Harbring, M-real Vorstand in Hallein. Rechtliche und politische Gegenwehr könnten potentielle Käufer der verbliebenen Zellstoffproduktion verschrecken - sein Wunsch an die Landespolitik ist:
"Dass sie einen für diesen Teil der Fabrik interessierten Investor empfangen, ihm den Weg ebnen, für die Investition die er vor hat und da reden wir über dreistellige Millionenbeträge", erklärt Harbring. Dem Vernehmen nach hat ja die Lenzing AG Interesse, die Zellulose in Hallein zu kaufen.
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salzburg.ORF.at; 14.1.09
Nach Bekanntwerden der Schließung der Halleiner Papierfabrik hat das Management mitgeteilt, der Betrieb sei nicht mehr rentabel. Gedroht wird der Politik, dass mögliche Klagen auch die Jobs der Zelluloseproduktion gefährden würden.
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