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MI | 11.04.2012
Pflaster-Probefläche auf dem Residenzplatz (Bild: ORF)
STADT SALZBURG
Residenzplatz neu: Probefläche ein Flickwerk
Im Sommer wurde die Probefläche für die neue Beton-Flusssteinoberfläche des Residenzplatzes in der Stadt Salzburg angelegt. Doch bereits jetzt präsentiert sich dieser neue Belag als Flickwerk. Deshalb wird alle zwei Tage gereinigt.
Löcher, Krater zu sehen
Mitte Juli wurde die Probefläche für den neuen Belag des Residenzplatzes betoniert, Mitte August wurde sie abgeschliffen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Doch jetzt - Mitte Oktober - ähnelt die Fläche einer Mondlandschaft im Kleinen: Löcher, Krater, Flickwerk sind zu sehen.

7,1 Millionen Euro kostet die Neugestaltung des Platzes mit der neuen Oberfläche - das entspricht in etwa 25 Reihenhäusern. Dafür sollte der Beton-Flusssteinboden das Ende einer fast unendlichen Diskussion über die Gestaltung des Platzes sein. Danach sieht es jetzt nicht mehr aus.

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Mit Hochdruckreiniger am Residenzplatz (Bild: ORF)
"Jeder schleppt Schmutz ein".
Jetzt Hochdruckreinigung jeden zweiten Tag
Seit Mitte Oktober wir die Probefläche deshalb jetzt jeden zweiten Tag mit dem Hochdruckreiniger abgesprüht, um sie möglichst gut zu präsentieren: "Derzeit wirkt unsere Musterfläche als Fußabstreifer für den Schotter", sagt einer der Planer, Architekt Max Rieder, "Jeder, der drüberfährt, schleppt etwas Schmutz ein. Wir werden versuchen, alle zwei Tage eine Reinigung durchzuführen, damit die Menschen den Eindruck haben, den wir uns wünschen."

Ist der Platz endgültig gestaltet, soll er einer Belastung von 40 Tonnen standhalten sowie frost-, tau- und wintertauglich sein. Die Versuchsfläche beschäftigt nach wie vor unterschiedlichste Gutachter: "Wir haben von 100 Gutachten bereits 99 positiv", sagt Rieder, "Ein einziges, der Frost-Tausalz-Wechsel, steht noch offen. Der entscheidet darüber, ob wir eine Lebenserwartung wie im Autobahnbau haben." Das entscheidende Fachurteil wird für November erwartet.
Lange Tradition großer Pläne
Denn Plätze und Neugestaltung - das ist in Salzburg ein Dauerbrenner. Seit Jahren schon sollte der Makartplatz ein neues Gesicht haben - allerdings wird auch im nächsten Jahr dort wieder altbewährtes Grün für örtlichen Liebreiz sorgen.

Und in der Hofstallgasse vor dem Festspielhaus hat sich der einst vielgelobte gelbe Wunderasphalt längst der grauen Umgebung angepasst. Im Nachhinein wurde das heutige Grau schöngeredet als "so, wie es schon immer geplant war."
Abgefräste Straße (Bild: ORF) Zurzeit viele Straßenbaustellen
Ausdauernd gebaut wird derzeit aber auf den Straßen der Landeshauptstadt. Die Fußball-EM und dann die Festspiele hätten zu Verzögerungen und dann zur jetzigen Bauwut geführt, versucht die Stadtverwaltung zu beruhigen. Und vor dem Winter sei ohnehin alles wieder vorbei.
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