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DI | 14.02.2012
Der NAVSIM-Simulator (Bild: Universität Salzburg)
FORSCHUNG
Simulator wertet wachsenden Flugverkehr aus
Mit einem neuen Simulator wollen Wissenschaftler der Universität Salzburg den rasant wachsenden Flugverkehr vor dem Zusammenbruch retten. Das Programm soll alle Flugbewegungen weltweit erfassen und auswerten können.
Zunahme macht Rationalisierung notwendig
In den nächsten Jahren wird eine Verdreifachung des Flugverkehrs erwartet - und dieses Wachstum muss bewältigt werden, auf dem Boden und in der Luft. Denn Lärm, Kosten, Zeitwaufwand, aber auch die Zahl der Unfälle werden zwangsläufig steigen, wenn der Flugverkehr weiter zunimmt.

Eine Rationalisierung der Flüge sei daher unausweichlich, glaubt der Computerwissenschaftler Carl-Herbert Rokitansky von der Aeronautical Digital Communications Group an der Uni Salzburg.
Simulator soll bei Entwicklung helfen.
Verbesserte Routen, Starts und Landungen
Bei verbesserten Flugrouten oder auch effizienteren Start- und Landevorgänge könnte das von ihm entwickelte Computerprogramm NAVSIM helfen, sagt Rokitansky.

Denn gewaltige Optimierungen seien notwendig: "Erhöhung der Kapazität um 73 Prozent - bis zu 300 Prozent langfristig, Verbesserung der Sicherheit, Reduzierung schädlicher Umwelteinflüsse um zehn Prozent pro Flug und die Kosten sollen um 50 Prozent per Flug sinken - das sind die wesentlichen, markanten Ziele."
Flughäfen die Nadelöhre
An seine Grenzen stößt der Flugverkehr nicht in der Luft, betont der Universitätsprofessor. Das Nadelöhr sind die Flughäfen: "Der wesentliche Engpass in der Luftfahrt sind die Airports. Sämtliche Vorausberechnungen gehen auch dahin, dass Erweiterungen erforderlich sind am Boden - in der Bodeninfrastruktur durch verbesserte Verfahren beziehungsweise einer Erweiterung mit zusätzlichen Start- und Landebahnen."

Die Flugpläne sind jetzt schon eng. Um sie noch weiter ausreizen zu können, wird noch mehr automatisch und computergestuert passieren müssen. Der Mensch soll aber nicht völlig ausgeschaltet werden, glaubt Rokitansky: "Der Mensch wird in letzter Instanz auch in Zukunft von Bedeutung sein."
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