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DI | 14.02.2012
Verkehrsflugzeug in Reiseflughöhe über den Alpen. Bild: Gerald Lehner - bergrettung.at
Salzburger Flughafen
Fluglärm in Freilassing höher als angegeben?
Freilassinger Flughafen-Gegner kritisieren die von der Salzburger Flughafengesellschaft und dem Magistrat veröffentlichten Lärmmessungen als massiv ungenau. Die Lärmbelastung sei in Wirklichkeit um einiges höher als angegeben.
"Wir haben durch die Bank weg mehr Schallereignisse gemessen."
Messergebnisse weichen stark voneinander ab
Gerichtlich beeidete Sachverständige der Münchner Firma S&P haben zwei Monate lang auf der Freilassinger Kirche den Fluglärm gemessen und ihre Ergebnisse weichen erheblich von den offizillen Messergebnissen von Flughafen und Magistrat Salzburg ab, sagt Horst Clausen vom Schutzverband Rupertiwinkel.

"Wir haben durch die Bank weg auf der Anlage mehr Schallereignisse, als die Anlage des Magistrats gemessen hat", bestätigt Clausen.
Messungen künftig von unabhängiger Stelle?
Konkret seien täglich zwischen zehn und 55 Prozent des Lärms von den Salzburger Messgeräten nicht erfasst worden. "Für uns heißt das, dass die Behauptung, dass die Lärmbelastung in Freilassing eher abgenommen hat, nicht mehr haltbar ist", meint Clausen.

Möglicherweise sei die Schwelle, ab der die Salzburger Geräte aufzuzeichnen beginnen, zu hoch eingestellt. Messungen müssten künftig von unabhängiger Stelle und nicht vom betroffenen Flughafen oder dessen Eigentümer vorgenommen werden.
"90 Prozent der Flüge gehen momentan über Freilassing."
Padutsch nimmt Kritik sehr ernst
Clausen verlangt eine Änderung des Staatsvertrages zum Flughafen: "Wir haben derzeit eine Situation, wo etwa 90 Prozent der Flüge über Freilassing und nur zehn Prozent über die Südrichtung gehen", sagt Horst Clausen.

Salzburgs Stadtrat Johann Padutsch sagte, er möchte die Details dieser Messungen sehen, aber er nehme die Kritik aus Freilassing sehr ernst.
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