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MI | 11.04.2012
A.L. Kennedy und Claudia Schmied (Bild: www.neumayr.cc)
KULTUR
Literatur-Staatspreis an Britin verliehen
Sonntagvormittag wurde im Museum der Moderne in Salzburg der österreichische Staatspreis für europäische Literatur 2007 an die britische Autorin A.L. Kennedy verliehen.
"Ich blicke auf Europa"
Seit 1965 vergibt das Bundesministerium für Unterricht und Kunst alljährlich den Staatspreis, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) überreichte den Preis 2007 Sonntagvormittag an die britische Autorin. Sie hat sich nicht nur als Schriftstellerin einen Namen gemacht hat, sondern auch als scharfzüngige Kritikerin des Irak-Kriegs.

Natürlich fühle sie sich als Europäerin, sagt A.L. Kennedy, weniger als Britin, da schon eher als Schottin. Doch wenn sie von Europa spricht, meint sie natürlich "den Kontinent": "Ich blicke auf Europa, weil man sich dort für Kultur interessiert", sagt die Schriftstellerin, "Natürlich reisen britische Schriftsteller nach Europa und lesen Goethe und Schiller, Proust und Sarte."

Bei lebenden Autoren aus Österreich oder Detschland muss sie dagegen passen: "Ich kenne niemanden. Es wird ja heute so wenig übersetzt."
Hoher sprachlicher Aufwand gelobt
Ins Deutsche übersetzt werden hingegen die Bücher von A.L. Kennedy - zum Beispiel der Roman "Paradies" über eine notorische Alkoholikerin oder "Day" über einen Soldaten, der den Sinn seines Lebens als Heckschütze eines Bombers gefunden hat.

Das beschreibt die Autorin mit hohem sprachlichen Aufwand, der die Figuren zum Leuchten bringe, wie es in der Laudatio hieß.
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