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MI | 11.04.2012
"Caldera" von Tony Cragg (Bild: ORF)
STADT SALZBURG
Neue Salzburg-Foundation-Skultpur enthüllt
Freitagmittag wurde auf dem Makartplatz der Stadt Salzburg die "Caldera" von Tony Cragg enthüllt. Das Kunstwerk ist das siebte, das die Salzburg Foundation in der Altstadt aufstellt. Und es hat schon im Vorfeld für Diskussionen gesorgt.
Künstler möchte Neues nach Salzburg bringen
Die Skulptur aus dem Kunstprojekt Salzburg hat ihren Namen kreisförmigen vulkanischen Kraterkesseln, wie der Künstler sie in Wales kennen gelernt hat, zu verdanken.

Dass er mit seiner 6,2 Tonnen schweren und fast fünf Meter hohen Skulptur etwas Neues nach Salzburg gebracht habe, das ist dem britischen Künstler besonders wichtig.
Die "Caldera" auf dem Makartplatz (Bild: ORF)
Die Skulptur auf dem Makartplatz (Bild: ORF) "Salzburg muss in die Zukunft blicken"
"Salzburg ist eine schöne und interessante Stadt - ohne die Bildhauereien", sagt Cragg, "Das ist ganz wichtig, man spricht die ganze Zeit über die Vergangenheit und die Gegenwart - wir leben alle in der Gegenwart, aber man muss auch etwas über die Zukunft reden."

"Es ist auch wichtig zu sagen, dass die Bildhauerei maßgeblich daran mitwirkt neue Formen für die Zukunft mitzuentwickeln. Ich finde, dass Salzburg nicht nur in die Vergangenheit und die Gegenwart, sondern auch ein bisschen in die Zukunft blicken muss", erklärt der Künstler am Freitag.

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Credit Suisse zahlt Großteil
Die Skulptur von Tony Cragg hat etwa 500.000 Euro gekostet und wurde ausschließlich mit privatem Geld finanziert. Der Großteil der Mittel stammt von der Großbank Credit Suisse, die in Salzburg eine "europäische Plattform für das Privatkunden-Geschäft" sieht.
Die Balkenhol-Figur auf dem Kapitelplatz (Bild: ORF)
Im öffentlichen Raum der Salzburger Altstadt.
Seit 2002 jährlich ein Kunstwerk
Die Salzburg Foundation hat ihr Zehn Jahres-Kunstprojekt in der Salzburger Altstadt im Jahr 2002 begonnen - Der Pavillon mit dem Kunstwerk von Anselm Kiefer im Furtwänglerpark sorgt ja nach wie vor Streit in der Stadt.

Es folgten Arbeiten von Mario Merz, Marina Abramovic, Markus Lüpertz, James Turrell und zuletzt, im Jahr 2007, Stephan Balkenhol.
Pläne bis 2012 stehen schon
2009 soll es, so der Plan von Salzburg-Foundation-Kurator Walter Smerling, eine Installation von Christian Boltansky in der romanischen Krypta des Salzburger Domes geben. Die Trockenlegung und die Frage des Zugangs in die Krypta stellen die Foundation aber vor noch nicht gelöste architektonische und finanzielle Probleme.

2010 will Smerling einen prominenten chinesischen Künstler einladen, Salzburg künstlerisch zu "kommentieren", und 2011 sollen drei österreichische Künstler zum Zug kommen.

"2012 möchte ich mich mit einem Kubus beim Museum der Moderne auf dem Mönchsberg, in dem Schlüsselwerke der Foundation-Künstler ausgestellt werden sollen, von Salzburg verabschieden. Aber das ist einstweilen nur eine Vision", sagt Smerling.
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