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MO | 13.02.2012
Gasleitung (Bild: ORF)
Tennengau
Neue Varianten für Tauerngasleitung
Bei der umstrittenen Trasse der geplanten Tauerngasleistung scheint nun eine Lösung im Sinne aller Beteiligten möglich. Bei einer Aussprache am Donnerstag wurde nach Alternativen gesucht - gefunden hat man drei Varianten.
In Stollen durch das Tennengebirge?
Die Erdgasleitung durch den Tennengau sei an sich eine sinnvolle Sache und werde auch nicht in Frage gestellt, betont Halleins Bürgermeister Christian Stöckl, auf dessen Initiative hin nach alternativen Trassen gesucht wurde.

Drei Vorschläge sind es schlussendlich geworden - erstens die Verlegung der Erdgasleitung in den Mittelstreifen der Tauernautobahn, zweitens nicht durch das Lammertal sondern direkt bei Golling mit einem Stollen durch das Tennengebirge.
Landesgeologe soll bei Prüfung der Varianten dabei sein.
"Werden auf alle Fälle Druck machen"
Oder drittens die Tauerngasleitung mit der geplanten 380 kV-Leitung zu koppeln, fasst Christian Stöckl zusammen.

"Die Vertreter der Tauerngasleitung können sich diese drei Varianten vorstellen, die müssen aber natürlich mit ihren Chefs Rücksprache halten. Wir werden aber auf alle Fälle Druck machen, dass wir eine dieser drei neuen Varianten dann entsprechend auch zur Ausführung bringen können", ist Stöckl zuversichtlich.

Bei der Prüfung der drei Alternativen möchte Halleins Bürgermeister auf alle Fälle den Landesgeologen mit im Boot haben. Außerdem erwartet sich Stöckl bei diesen Trassen weniger Widerstand als bisher.
Erdkabel in sensiblen Gebieten
"Wir gehen davon aus, dass dann wesentlich weniger Widerstand vorhanden wäre, weil wir ja gerade jene sensiblen Gebiete, wie zum Beispiel Scheffau, wo das Tal sehr eng ist, aussparen könnten. Und jene Bereiche, wo es jetzt eigentlich keine Probleme gibt, besser nützen könnten", meint der Bürgermeister.

Stöckl hat sich zudem mit seinen Tennengauer Amtskollegen zum Thema 380 kV-Leitung abgesprochen. Auch hier müsse die Trasse noch einmal hinterfragt werden, ein Erdkabel in sensiblen Gebieten wie in St. Margarethen-Vigaun sei ebenso notwendig wie die Beseitigung der bestehenden 220 kV-Leitung.
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