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LANDWIRTSCHAFT |
23.07.2008 |
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Eßl stellt sich Unzufriedenheit nach Milchstreik
Mit einer Tour durch das ganze Land stellt sich Landwirtschaftskammerpräsident und ÖVP-Bauernbundobmann Franz Eßl der Kritik der Bauern nach dem Milchlieferstreik. Bei dem Streik hat sich der angestaute Frust vieler Landwirte gezeigt.
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Streik war "ein Ventil"
Es ist ein strapaziöses Programm, dass sich ÖVP-Bauernbundobmann Franz Eßl vorgenommen hat. Er zieht von Gemeinde zu Gemeinde und diskutiert Abend für Abend mit der Basis. Die Bauern sind zum Teil verunsichert, enttäuscht und fürchten um ihre Existenz.
Der Milchlieferstreik, an dem vor allem Flachgauer Bauern teilgenommen hatten, sei nur ein Ventil gewesen, hieß es in mehreren Wortmeldungen Dienstagabend bei einer Versammlung im Hofwirt in Seekirchen (Flachgau). Einige ÖVP-Parteifreunde hatten Eßl während der Streiks sogar zum Rücktritt aufgefordert.
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Vorwurf: Bauernbund-Spitze hat Signale nicht gesehen. |
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"Geht nicht nur um IG Milch"
Der Obertrumer Bauernbundobmann Walter Leobacher zeigte nach wie vor verärgert, dass die Bauerbundspitze in Wien und Salzburg den Milchlieferstreik nicht unterstützt hat.
"Spätestens nach einigen Tagen hätte auch der Bauernbund überreißen können, dass es da um was ganz anderes geht als nur die IG Milch", sagte Leobacher, "Wir haben an oberster Stelle in Wien den Grillitsch, der seit Jahren bei der Basis unbeliebt ist. Das Maßgebliche ist, dass der Grillitsch gesagt hat: Da tun wir nicht mit, die lassen wir straucheln. Denn wenn sie das nicht schaffen, dann ist die IG Milch fertig. Dann wäre immer noch Zeit gewesen, dass du (Eßl - Anm.) in Salzburg reagierst. Das hast du aber auch nicht gemacht."
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Eßl: "Lieferstreik hat nichts gebracht"
Eßl wehrte sich gegen den Vorwurf, den Streik nicht unterstützt zu haben: "Ich täte es auch heute nicht, dass ich zu den Bauern sagen würde: Wir leeren Milch weg, wir tun da mit. Denn ich bin überzeugt, dass dieser Milchlieferstreik in der Substanz für die Bauern nichts gebracht hat. Es stimmt nicht, dass ich nicht hinter den Bauern gestanden bin. Ich bin sehr wohl zu jeder Zeit hinter den Anliegen der Milchbauern gestanden, aber nicht hinter dieser Maßnahme."
Der Milchpreis entstehe auf den internationalen Märkten. Qualität, Angebot und Nachfrage seien die entscheidenden Kriterien für den Preis und keine Lieferstreiks, betonte der Landwirtschaftskammerpräsident.
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salzburg.ORF.at
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