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GESELLSCHAFT |
10.06.2008 |
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Kaum Regeln für Internet-Konsum von Kindern
Während rund die Hälfte der Eltern Regeln aufstellen, wie viel ihre Kinder fernsehen dürfen, wird der Internet-Konsum nur in einem Sechstel aller Familien reglementiert. Das zeigt die Studie "EU Kids online", deren Zwischenbilanz in Salzburg vorgestellt wurde.
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Bei Kindern und Jugendlichen von 0 bis 17 ist es die Hälfte. |
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96 Prozent der 14- bis 19-Jährigen im Netz
21 europäische Länder beteiligen sich an der Studie "EU Kids online", der ersten vergleichenden europäischen Studie über Kinder und Internet. Sie wird nächstes Jahr abgeschlossen. Bei dem Treffen in Salzburg wurden die ersten Zwischenergebnisse vorgestellt.
Demnach nutzt mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahren in Europa das Internet. Österreich liegt im vorderen Feld - noch vor Deutschland, aber hinter den nordischen Ländern. Bei den 14- bis 19-Jährigen verwenden in Österreich 96 Prozent das Internet.
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Kinder den Erwachsenen weit voraus
Auffallend ist, dass Eltern für den Internet-Konsum ihrer Sprösslinge kaum Regeln aufstellen: Während jedes zweite Kind für das den Fernsehen solche hat, ist es beim Internet-Konsum nur jedes sechste Kind.
Kinder sind den Erwachsenen beim Umgang mit dem weltweiten Computernetz meistens weit voraus - zwar nicht bei der Informationsbeschaffung, sehr wohl aber bei der Kommunikation und bei der Unterhaltung.
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Etwa bei unsittlichen Forderungen. |
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Eltern suchen nur bei Extremfällen Hilfe
Die raren brauchbaren Hilfsangebote für Eltern werden meist nur in Extremfällen genützt, sagt Ingrid Geretschläger vom Österreichischen EU-Kids-online-Beirat und Leiterin der medienpädagogischen Beratungsstelle Niederösterreich.
Sie schildert ein drastisches Beispiel: "Letztens ruft eine Mutter an - ihre elfjährige Tochter war bei einer 13-Jährigen. Die haben gechattet. Die Mädchen wurden dann aufgefordert, sich auszuziehen, sich zu fotografieren, die Fotos dann an eine Adresse zu schicken. Die Mutter hat das Gott sei Dank von ihrer elfjährigen Tochter erfahren. Und ich habe ihr dann gesagt, wo sie sich hinwenden kann."
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"Sozial Benachteiligte brauchen Hilfestellung"
Vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien bräuchten mehr Unterstützung , sagt die Salzburger Kommunikationswissenschaftlerin Ingrid Paus-Hasebrink. Sie leitet die EU-Kids-online-Studie in Österreich: "Das zieht sich ziemlich durch unsere Studien hindurch, dass insbesondere sozial Benachteiligte die Hilfestellung brauchen und wir damit vor einem gesellschaftlichen Problem stehen, das wirklich ein ganz gravierendes ist."
Ziel von EU Kids online ist es, das Internet zu einem größeren Gewinn für Kinder zu machen.
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