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Bildungssystem |
30.04.2008 |
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Professor kämpft gegen starre Uni-Hierarchie
Der Salzburger Zellbiologe Stefan Galler ist mit seinem Vorstoß gegen die starren Hierarchien an den heimischen Universitäten wieder abgeblitzt. Galler kämpft gegen die leistungsfeindliche Zweiklassengesellschaft unter den Professoren.
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Außerordentliche Professoren leisten dasselbe, sind aber trotzdem abhängig |
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Zweiklassengesellschaft soll weg
Auf der einen Seite sind die sogenannten ordentlichen Professoren, die meisten von ihnen sind mit Macht und Ressourcen ausgestattet. Auf der anderen Seite sind die außerordentlichen Professoren und die Assistenzprofessoren, die im Grunde dasselbe leisten, aber meist völlig von ordentlichen Professoren abhängig sind.
Diese Zwei-Klassengesellschaft sei ausgesprochen leistungsfeindlich, kritisiert Stefan Galler, außerordentlicher Professor für Zellbiologie an der Universität Salzburg und international renommierter Muskelforscher.
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"Uns geht es um Gleichberechtigung"
Deshalb setzt sich Galler für die Schaffung einer einzigen Gruppe aller Habilitierten ein. An den Universitäten spricht man von Kurie.
"Uns geht es ganz schlicht und einfach darum, dass jeder, der sebstständig wissenschaftlich Arbeiten kann, das auch darf und zwar gleichberechtigt und das geht nur, wenn die Kuriengrenze fällt, denn sonst sind es immer Abhängigkeitsverhältnisse", sagt Galler.
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) ist zwar prinzipiell für mehr Mitspracherecht, von einer Gleichstellung aller Habilitierten hält er aber nichts.
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Auch Broukla ist für das Chef-Prinzip
"Ich weiß wovon ich spreche, wenn ich sage: Es kann nicht sein, dass eine Universität durch großzügige Vereinbarungen ökonomisch an die Wand gefahren ist und die Ministerien dann sagen 'Wir sind pleite.' Daher sage ich ganz offen, dass jene, die die Verantwortung an der Universität tragen, auch Verantwortungen zugesprochen bekommen müssen, weil sie gegebenenfalls ja auch Haftungen haben", argumentiert Hahn.
Auch SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal, der bei der Diskussionstour des Wissenschaftsministers mit eingebunden ist, bleibt beim klaren Chef-Prinzip, kann sich aber bei einigen älteren, leistungsstarken, außerordentlichen Professoren einen Aufstieg vorstellen.
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"Viele sind nicht bereit Neue einzustellen, weil sie dann einen Anderen eventuell kündigen müssten" |
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Ist mehr Mut zu Kündigungen eine Lösung?
Ein großes Problem an Universitäten sind fehlende Plätze für hochtalentierte Nachwuchsforscher. Da lässt Broukal mit der ungewöhnlich Aufforderung zu mehr Mut zu Kündigungen aufhorchen.
"Man will niemanden kündigen, das habe ich schon oft genug gehört. Man ist nicht bereit Menschen anzustellen, weil man dann ab und zu einem der Angestellten sagen müsste: 'Es tut mir leid, bitte suchen Sie sich einen anderen Arbeitsplatz'", meint Broukal.
Der Kampf um die raren Stellen und um mehr Mitbestimmung wird - nicht nur für Galler -weitergehen.
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