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MO | 13.02.2012
Kind mit Masern (Bild: ORF)
GESUNDHEIT
Masern: Schüler müssen Impfpässe vorzeigen
Im Ringen mit der Masernepidemie geht der Landesschulrat jetzt strenger vor. Alle Schüler im gesamten Bundesland müssen mit ihrem Impfpass der Schule bekannt geben, ob sie geimpft sind oder nicht.
An Schulen, wo bereits Masernfälle aufgetreten sind.
Ausschluss für zwei Wochen möglich
Rund 90.000 Schüler und Lehrer im Bundesland müssen ihre Impfpässe in der Schule vorlegen, bestätigt Landesschulratspräsident Herbert Gimpl. Damit soll festgestellt werden, wer geimpft ist und wer nicht. Wer die Masern bereits durchgemacht hat und damit immun ist, muss das ebenfalls in der Schule bekannt geben.

In den Schulen der Stadt Salzburg, in denen Krankheitsfälle aufgetreten sind, überlegt auch das Gesundheitsamt ein strenges Vorgehen: Wer nicht gegen Masern geimpft ist und das auch nicht will, kann im Einzelfall bis zu zwei Wochen vom Unterricht ausgeschlossen werden. In und um Salzburg sind in insgesamt 19 Schulen bisher 176 Masernkranke.
Auch Betriebe sollen Impfstatus überprüfen
Haybäck rief außerdem die Betriebsärzte in allen Salzburger Firmen auf, den Impfstatus der Mitarbeiter festzustellen.
Auch Andrang in Arztpraxen.
Impfaktionen an Schulen
In den Schulen, in denen die Masern bereits grassieren, werden die Amtsärzte kurzfristig Impfaktionen durchführen. Zur Untersützung hat das Amt für öffentliche Ordnung einige Epidemieärzte angefordert.

Der Impfaufruf der Behörden gilt weiterhin - und er zeigt schon Wirkung. Salzburger Kinderärzte berichten von vollen Ordinationen und vielen telefonischen Anfragen. Trotzdem rechnen Experten damit, dass noch mehr Masernfälle auftauchen werden. Die Behörden gehen davon aus, dass zehn Prozent aller Salzburger Schulkinder nicht gegen Masern geimpft sind.
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