Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Frau mit Schirm im Sturm (Bild: DPA)
Wetterwarnung
Sturm "Emma": Salzburg bereitet sich vor
Für Samstag ist der Sturm "Emma" angekündigt. Freitagabend wird der Wind bereits zu wehen beginnen. Feuerwehren rüsten sich bereits für den angekündigten Orkan. Die Böen sollen gerade im Flach- und Tennengau bis zu 110 km/h erreichen.
Berufsfeuerwehr hat 120 Mann einsatzbereit.
Feuerwehr: Mehr Einsatzkräfte und Fahrzeuge
Die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Salzburg hat 120 Mann einsatzbereit, bei Großalarm können binnen 30 Minuten noch einmal so viele Männer helfen. Auch der Fuhrpark wurde extra erweitert, schildert Feuerwehrchef Eduard Schnöll.

"An diesem Wochenende werden auch die Fahrzeuge, die ansonsten nicht unbedingt für Einsätze verwendet werden, aufgerüstet. Das heißt, es ist Funk drinnen, es ist das entsprechende Werkzeug drinnen, so dass man dann viele Einsätze gleichzeitig bewältigen kann", so Schnöll.
Rund 50 Einsätze bei "Paula"
Bei Sturm "Paula" hatte die Feuerwehr im vergangenen Monat bei ähnlichen Windgeschwindigkeiten rund 50 Einsätze.

"Die meisten Einsätze sind, weil Dinge durch die Gegend fliegen und Bäume drohen, auf die Straßen oder Gebäude zu fallen, oder bereits gefallen sind", sagt der Feuerwehrchef.
Bauunternehmen treffen Sturmvorbereitungen.
"Werden Ordnung auf den Baustellen halten"
Auch Bauunternehmen treffen Sturmvorbereitungen, sagte Matthias Böckl jun. von der gleichnamigen Baufirma.

"Wir werden grundsätzlich versuchen, Ordnung auf den Baustellen zu halten, und insbesondere auch bei Abbrucharbeiten Leichtstoffe wie Isoliermaterialien in Containern lagern. Ebenfalls werden wir versuchen, die nicht verankerten Bauzäune zu demontieren", so Böckl.
Kräne müssen eventuell abmontiert werden
Auch bei Kränen gilt Vorsicht, sagte Georg Hinterleitner von der Baufirma Spiluttini. "Wichtig ist vor allem, dass sich der Kran frei im Wind drehen kann, das heißt, dass die Windangriffsfläche so klein wie möglich ist, was natürlich nicht immer möglich ist, wenn beispielsweise ein Kirchturm im Weg steht. Gegebenenfalls muss man den Kran dann bei einer Sturmwarnung abbauen", so Hinterleitner.
Gefahren für Waldbesucher.
"Gehen Sie nicht im Wald spazieren"
Forstdirektor Franz Zaunbauer warnt vor Gefahren für Waldbesucher: "Lockere Äste stürzen herunter, und es können auch ganze Bäume umstürzen, und das ist eine hohe Gefahr für Waldbesucher. Also wenn Sturm bläst, dann gehen Sie bitte nicht im Wald spazieren."

Die Landesfeuerwehren werden Freitagvormittag ihre Sturmvorbereitungen planen.
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