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MO | 13.02.2012
Landkarte (Bild: Google Earth/ORF.at (Montage))
GERICHT
Prozess nach "Probefahrt" über 4.000 km
Eine Probefahrt mit einem Auto hat Dienstagbachmittag ein gerichtliches Nachspiel: Wegen einer "Probefahrt" mit einem Auto über 4.000 Kilometer wird einem Mann Betrug vorgeworfen.
Wagen vom Händler zu "Probefahrt" ausgeliehen.
Nach Istanbul und retour
Der 30-jährige türkische Kellner, der in Bischofshofen (Pongau) wohnt, wollte den Wagen vor dem Autokauf testen. Das war auch so mit dem Händler vereinbart - nicht aber, dass der Mann gleich 4.000 Kilometer fährt.

Denn der Angeklagte reiste mit dem neuen Wagen in seine Heimat nach Istanbul - fast 2.000 Kilometer in eine Richtung durch Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, Bulgarien bis an den Bosporus.

Vor einem Straßencafe in Istanbul wurde das Auto von der türkischen Polizei entdeckt. Doch der Wagen musste wieder zurück nach Österreich - also wieder 2.000 Kilometer auf den Tacho.
Ein halbes Jahr Gefängnis droht
Laut Anklage ist das eine zu ausführliche Probefahrt, die nun in eine Anklage wegen Betrugs mündete. Denn der VW Golf war neu und fast 20.000 Euro wert.

Dem angeklagten Türken droht jetzt maximal ein halbes Jahr Gefängnis. Zum Prozess am Dienstag erschien er jedoch nicht. Im Vorverfahren hatte der Mann gesagt, dass er sich "spontan" dazu entschlossen habe, einen Freund in der Türkei zu besuchen.
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