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MO | 13.02.2012
Preisauszeichnung (Bild: ORF.at)
BILDUNG
Fixe Praxisstelle neben Handelsschule
Ein fixer Betrieb, in dem Handelsschüler regelmäßig Praxis sammeln können: Mit diesem Konzept will sich die Handelsschule Tamsweg auf Dauer gute Schülerzahlen sichern. Denn die Konkurrenz macht den Handelsschulen zu schaffen.
13 Schülerinnen und Schüler schnuppern
Für das Projekt hat der Unternehmer Florian Frühstückl mit Sportgeschäften in Tamsweg und Obertauern eine Patenschaft übernommen: 13 Schülerinnen und Schüler sind bei ihren regelmäßigen Praxisstunden im Sportgeschäft Frühstückl.

Ein erstes Mal haben die Buben und Mädchen bei Sport Frühstückl schon geschnuppert und dabei fleißig Fragen gestellt, schildert Schülerin Lisa Ferner: "Wir haben gefragt: Jahresumsatz, wieviel Lohn die Mitarbeiter bekommen, wieviele Mitarbeiter es sind, wo überall Geschäfte sind?"
Firma genau vorgestellt
Die Mitarbeiter im Sportgeschäft nahmen sich viel Zeit, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie eine Firma funktioniert, sagt Geschäftsführer Gerhard Makari.

"Die einzelnen Abteilungen, wie es gegliedert ist, wie die Führungsstruktur ausschaut - immer wenn man Strukturen hat, kann man klare Anweisungen geben. Dann haben wir uns den Warenfluss angeschaut, wie das funktionieren kann."
Mit Patenschaft durch Betriebe.
Ziel: Möglichst praxisnahe Ausbildung
Die Patenschaft ermögliche eine praxisnahe Ausbildung im Betrieb, freut sich Klassenvorstand Gudrun Hofer-Reichsthaler.

"Der Schule wird ja oft vorgeworfen, dass sie sehr praxisfremd arbeitet, nur in der Theorie hängt. Diesem Vorwurf möchten wir hier ganz massiv entgegenwirken. Dazu brauchen wir natürlich auch Partner aus der Wirtschaft, die dazu bereit sind, ihre Zeit zu opfern."
Jobs sonst an HAK- und Uni-Absolventen
Für Schuldirektor Johann Weilharter ist die Kombination aus ausreichend Theorie und viel Praxis die einzige Chance, wie sich die Handelsschule künftig noch behaupten kann.

"In der (Raiffeisen-Zentrale in der) Schwarzstraße habe ich festgestellt, dass bei den Schaltern herunten in der Halle ausgebildete Juristen stehen", sagt Weilharter, "Die Jobs, die früher für die Handelsschülerinnen und Handelsschüler da waren, werden von HAK-Absolventen und sogar Akademikern übernommen. Das ist ein bisschen eine Tragödie - ich glaube, eine Fehlentwicklung."
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