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MI | 11.04.2012
Rudolf Hradil (Bild: ORF)
KULTUR
Maler Rudolf Hradil gestorben
Der Salzburger Maler Rudolf Hradil ist nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Der "Malerpoet" war 82. In der Galerie Welz beginnt am 20. November eine Ausstellung mit seinen Werken.
Hradil war in seinen Ölbildern, seinen Aquarellen und Lithografien ein Meister der farbigen Zwischentöne. Hunderte Reisen führte ihn die mediterrane Welt, deren Ästhetik in seinem Gesamtschaffen eine zentrale Rolle spielt.

Der Künstler entwickelte seinen unverwechselbaren Stil aus den Erfahrungen mit der Wiener und der Pariser Moderne der Nachkriegszeit heraus.
Tod in Wiener Franz-Josef-Spital
Hradil wurde am 1. April 1925 in Salzburg geboren. Am Freitag erlag er im Wiener Franz-Josef-Spital einer schweren Krankheit.

Hradils Hauptwohnort war die Stadt Salzburg, wo er ein Atelier und eine Druckwerkstatt besaß. Sein akademisches malerisches Rüstzeug erwarb er sich unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien bei Robin Christian Andersen.

Dann kam er als Mitarbeiter des Kärntners Anton Kolig mit den expressionistischen Reserven österreichischer Malerei und später in Paris bei Fernand Leger mit internationalen Tendenzen in Berührung.
Eines der Stadt-Bilder von Rudolf Hradil (Bild: ORF)
Eines der Bilder von Rudolf Hradil
Ausstellung ab 20. November
Nachhaltig geprägt wurde der Maler durch den "Bauhäusler" Max Peiffer-Watenphul - jenen für Salzburgs Malerei-Kultur maßgeblichen Verklärer heimatlicher und italienischer Landschaften. Hradil hat unter andem an der Salzburger Sommerakademie unterrichtet.

Ab 20. November ist Hradils Rom-Zyklus aus Zeichnungen und Ölbildern in der Salzburger Galerie Welz zu sehen: "Leider kann er jetzt nicht mehr dabei sein", bedauert seine Witwe. Rudolf Hradil wird in Salzburg beerdigt. Was eine Würdigung der anhaltenden Schaffenskraft Hradils werden sollte, gerät jetzt zu einer beeindruckenden Gedenk-Schau.
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