Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Vermissten-Suche auf dem Wolfgangsee. Bild: aktivnews.de / P.M. & R. D.
WOLFGANGSEE
Suchaktion läuft wieder
Am Dienstag ist eine 16-jährige Jugendliche im Wolfgangsee bei St. Gilgen (Flachgau) untergegangen. Die Suchaktion wird seit Mittwoch, 17.00 Uhr, fortgesetzt. Die verwendete Spezialkamera unter Wasser funktioniert bei Dunkelheit am besten.
Vermissten-Suche auf dem Wolfgangsee. Bild: aktivnews.de / P.M. & R. D.
Die Einsatzkräfte waren bis in die Nacht am Dienstag unterwegs, dann wurde die Suche bis Mittwochabend unterbrochen.
Sollte die 16-Jährige am Mittwochabend wieder nicht gefunden werden, werde die Suche in den nächsten Tagen noch fortgesetzt, sagt Einsatzleiter Haunsberger.

Bilder: Aktivnews.de, Freiwillige Feuerwehr St. Wolfgang, Gerald Lehner.
Dunkelheit für Spezial-Kamera ideal
Mittwochabend setzt die Wasserrettung nun ihren Einsatz fort. Das teilte Einsatzleiter Engelbert Haunsberger mit: "Wir haben uns zuvor mit dem Bootsführer noch abgesprochen, der am Dienstag der Unfalllenker war. Es stehen nun zehn bis 15 Taucher im Einsatz. Wir werden eine bestimmte Uferzone noch genauer absuchen, damit wir genau klären können, ob das Mädchen vielleicht dort ist."

Dass es Mittwochabend bereits dunkel wird, ist für die Unterwasser-Suche mit einer Spezialkamera sogar von Vorteil: "Wir suchen mit dieser Technologie nur nachts, weil wir eine wesentlich bessere Sicht damit haben."
Vermissten-Suche auf dem Wolfgangsee. Bild: aktivnews.de / P.M. & R. D.
Bereich der Unfallstelle zwischen Fürberg und Falkensteinwand.
Flugbild: Gerald Lehner Jugendliche wollte auf Boot tanzen
Die 16-jährige Rumänin, die als Kinderbetreuerin im Salzkammergut arbeitete, war auf dem Boot mit einer 31-jährigen Bad Ischlerin, deren vierjährigem Sohn und dem 50-jährigen Bootsführer aus Strobl unterwegs. Beim Hochzeitskreuz auf einem Felsen im See schaltete dieser das Radio ein.

Das 16-jährige Au-pair-Mädchen wollte auf dem mit etwa 35 km/h dahinfahrenden Boot tanzen, verlor das Gleichgewicht und stürzte in den See. Die Nichtschwimmerin ging unter.
Kräfte versagten im kalten Wasser.
Bootsführer konnte 16-Jährige nicht halten
Die 31-Jährige sprang sofort der Jugendlichen hinterher und versuchte, sie zu retten. Der Bootsführer wendete mit dem Boot und sprang dann auch in den See. Der Vierjährige blieb an Bord des mit Schritttempo fahrenden Wasserfahrzeugs.

Der 50-Jährige bekam die 16-Jährige zu fassen, allerdings verließen ihn im kalten Wasser die Kräfte, und er musste die Jugendliche loslassen. Die junge Rumänin versank dann im etwa 100 Meter tiefen See.
Vermissten-Suche auf dem Wolfgangsee. Bild: aktivnews.de / P.M. & R. D.
Zweiten Ertrinkungstod mit Mühe verhindert
Der 50-jährige Strobler konnte sich ans Ufer retten, sprang aber noch einmal ins kalte Wasser, um die 31-jährige Hausfrau zu retten. Die Frau war durch die Kälte ebenfalls entkräftet - der Mann bekam sie aber an den Haaren zu fassen und zog sie mit letzter Kraft ans Ufer.

Der Vorfall wurde von einem Schiff der Wolfgangseeschifffahrt bemerkt - deren Kapitän steuerte das Schiff zu dem herrenlosen Boot mit dem vierjährigen Buben an Bord. Ein Fahrgast auf dem Schiff sprang auf das Boot und brachte es sicher ans Ufer.
Vermissten-Suche auf dem Wolfgangsee. Bild: aktivnews.de / P.M. & R. D.
Die Experten der Wasserrettung haben schon seit längerer Zeit hier keinerlei Hoffnung mehr auf Lebendbergung.
Vermissten-Suche auf dem Wolfgangsee. Bild: aktivnews.de / P.M. & R. D.
Taucher und zwei Hubschrauber.
Suche bisher erfolglos
Die großangelegte Suchaktion von Wasserrettung, Feuerwehr und Polizeihubschraubern mit Wärmebildkameras war Dienstagabend erfolglos. Die 16-Jährige wurde bisher noch nicht entdeckt.
Suchaktion nach vermisster Jugendlicher. Bild: Freiwillige Feuerwehr St. Wolfgang
Einsatz bis in die Nacht. Er wird am Mittwochabend fortgesetzt.
Kajak-Sport auf heimischen Gewässern. Bild: Gerald Lehner Wasserrettung warnt
Nach dem Unfall im Wolfgangsee appelliert die Wasserrettung an Freizeitsportler, sich für alle Aktivitäten auf Seen und Flüssen unbedingt Schwimmwesten zuzulegen und Schwimmen zu lernen. Es gibt immer mehr Nichtschwimmer.
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