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MI | 11.04.2012
Gut Aiderbichl bei Henndorf. Bild: gut-aiderbichl.com
VERKEHRS-BELASTUNG
Widerstand gegen Aiderbichl-Ausbau
Das durch viele TV-Shows international populäre "Gut Aiderbichl" sorgt in Henndorf (Flachgau) für Diskussionen: Michael Aufhauser will seinen Bauernhof zum Tierpark erweitern. Dagegen regt sich Widerstand in der Nachbarschaft.
Viele Bustouristen
Damit Aufhauser seine neuen Pläne umsetzen kann, müsste er Grünland von der Gemeinde zuerst in eine Sonderfläche umwidmen lassen. Das nötige Verfahren läuft bereits. Nicht alle Henndorfer nehmen die Pläne positiv auf.

Tierschützer Aufhauser hat seinen Gnadenhof "Gut Aiderbichl" in Henndorf in den vergangenen Jahren zu einem - im ganzen deutschen Sprachraum - populären und lukrativen Reiseziel entwickelt, das besonders bei Bustouristen beliebt ist.
"Umwidmung entspricht Entwicklung"
Die aktuelle Widmung der Tierpension entspreche deshalb auch nicht mehr den tatsächlichen Anforderungen, sagt Aufhauser:

"Unser Hof hat sich verändert, deshalb ist ein Umwidmungsverfahren im Gang. Wir wollen ein Tierpark werden, weil es den Fakten mehr entspricht."
"Riesige Verkehrsbelastung"
Der Henndorfer Walter Hoffmann ist wie andere Gemeindebürger von einer Umwidmung des Areals jedoch alles andere als begeistert:

"Herr Aufhauser hat einen Bauernhof im Grünland und damit im Lauf der Jahre eine touristische Attraktion gemacht, einen Freizeitpark. Damit entsteht eine riesige Verkehrsbelastung auf einer völlig ungeeigneten Zufahrtsstraße. Darüber hinaus bestehen keine legalen Parkmöglichkeiten für die vielen Besucher."
Aufhauser weist Kritik zurück
Mit solchen Vorwürfen werde er häufig konfrontiert, sagt Tierschützer Michael Aufhauser. Er könne die Kritik in dieser Form jedoch nicht gelten lassen:

"Ich glaube, das wird übertrieben. Es handelt sich um den privaten Ausblick einer Person, die sagt, ich möchte in der Früh aufwachen und den Wald allein für mich sehen. Denn es gibt keinen Verkehr mehr, wenn der Tag endet. Um 16.00 oder 17.00 Uhr fahren alle Leute von Gut Aiderbichl weg. Dann sagen sich bei uns wieder Fuchs und Hase gute Nacht."
Bürgermeister schweigt
250.000 Besucher pro Jahr auf Gut Aiderbichl - da könne von Ruhe in Henndorf keine Rede mehr sein, sagt Anrainer Hoffmann. Mit seiner Kritik stehe er sicher nicht alleine da:

"Wie die Gemeinde Henndorf diese geplante Umwidmung erstmals angekündigt hat, haben sich zahlreiche Henndorfer dagegen ausgesprochen, weil die Verkehrsbelastung viele Menschen betrifft. Das Areal ist außerdem ein Erholungsgebiet der Henndorfer. Die Gemeinde widmet trotzdem einen Bauernhof im Grünland zu Einrichtungen um, die ausschließlich touristischen und medialen Zwecken dienen."

Der Bürgermeister von Henndorf, Rupert Eder, will sich mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern, sagte er dem ORF.
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