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MI | 11.04.2012
Mini-Drohne in der Luft (Bild: ORF)
EURO 08
Fan-Überwachung mit Drohnen aus der Luft?
Für die Fußball-EM 2008 sind Flugdrohnen zur Überwachung der Fans aus der Luft im Gespräch. Die kleinen mit einer Kamera ausgerüsteten Drohnen haben allerdings noch ein rechtliches Problem.
Spion mit Fernsteuerung
Die Flugdrohne sieht wie ein Spielzeug aus, ist aber ein High-Tech-Überwachungsflieger. Sie schafft bis zu 500 Meter Höhe. Die Drohne kann ferngesteuert werden, aber auch mit GPS-Hilfe von ganz allein auf einer Position in der Luft stehen.

Sie lässt sich extem nah an Gebäude heranfliegen und überträgt mit einer Kamera die Bilder auf einen Monitor am Boden.
"Menschenmassen kontrollieren"
Flug-Drohne mit Kamera am Boden (Bild: ORF)
Das macht die Drohne, die seit einigen Monaten auf den Markt ist, ideal für Großveranstaltungen - auch wenn sie zu einem Großevent zu spät kam.

"Letztes Jahr bei uns beim Papstbesuch in München wollte die Feuerwehr die Drohne einsetzen, um die Menschenmassen zu kontrollieren und zu überwachen", sagt Andreas Fink, technischer Leiter des Herstellers mdai aus München, "Wenn ein Schadensfall ist, um einen Überblick zu bekommen."
So leise, dass sie nicht wahrgenommen wird.
EM-Organisatoren angetan
Von den Überwachten wird die Flugdrohne oft gar nicht registriert, weil sie so leise ist. Bei der Euro 08 wäre sie deshalb gut geeignet, Fans und Hooligans im Auge zu behalten.

"Wir haben das Ganze schon den Organisationskomitee der EM vorgestellt", sagt
Matthias Putz von redsystems in Scheffau, "Da ist es für gut befunden worden. Wir hoffen natürlich auch, dass es auch in anderen Bundesländern eingesetzt wird."
Filmen von Personen nicht generell erlaubt
Überwachungsbilder der Drohne am Computer (Bild: ORF)
Rechtlich gibt es in Österreich allerdings noch Probleme: Anders als in Deutschland ist das Filmen von Personen bei uns nicht generell erlaubt.
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