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ERDKABEL-LOKALAUGENSCHEIN |
14.03.2007 |
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Unterirdische Alternative zur Stromautobahn
Ein Erdkabel könnte die gesuchte Alternative zur umstrittenen oberirdischen Stromautobahn durch den Flachgau sein, sind die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden nach der Besichtigung in der Nähe von Mailand (Italien) überzeugt.
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Mailänder mit Erdkabel sehr zufrieden
Die sechs Flachgauer Bürgermeister fordern, die vom Verbund geplante neue 380 Kilovolt-Stromleitung in ihren Gemeinden zumindest teilweise unterirdisch zu verlegen.
Der Verbund hat dieses Projekt bisher als zu riskant und teuer ablehnt. In der Vorstadt von Mailand ist ein vergleichbares Projekt, auch nach Bürgerprotesten, sehr erfolgreich als Erdkabelstrecke umgesetzt worden.
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Strenge Elektrosmog-Normen eingehalten
In weniger als einem Jahr Bauzeit ist hier ein acht Kilometer langes Teilstück der 40 Kilometer langen 400-Kilovoltleitung von Turbigo nach Rho nordwestlich von Mailand unter der Erde verlegt worden.
Die Trasse führt entlang von Bundesstraßen, unter Wohngebäuden, Hotels, Tankstellen oder Gasleitungen hindurch. Die Sicherheitsauflagen und strengen italienischen Normen für Elektrosmog mussten dabei eingehalten werden.
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"Ohne teure Grundablösen auskommen"
Der größte Vorteil der Erdverkabelung liege darin, dass sie ohne teure Grundablösen auskommt und entlang bestehender Infrastruktur verlegt werden kann, sagt Ernesto Zaccone, Italien-Sprecher des Kabelherstellerverbandes Europacable.
"Mit dem Kabel können wir zum Beispiel sehr nah an Wohnbauten heran, das ist mit der Freileitung unmöglich", so Zaccone.
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"Probleme mit wenig Aufwand lösen"
Die Bürgermeister von Berndorf, Seeham, Obertrum, Seekirchen, Koppl und Eugendorf sehen sich durch das Mailänder Erdkabel in ihren Forderungen gegenüber dem Verbund bestärkt.
"Das ist das Tolle an dieser Technik, diese Probleme mit relativ wenig Aufwand zu lösen", sagt Bürgermeister-Sprecher Josef Guggenberger aus Berndorf.
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Geringere Mehrkosten als bisher angenommen
Als fünf- bis achtmal teurer als Freileitungen hatte der Verbund die Erdverkabelung bislang als unrealistisch abgetan. Das Mailänder Erdkabel habe dreimal mehr als eine Freileitung gekostet, haben die Salzburger Bürgermeister in Italien erfahren.
Sollte die laufende Umweltprüfung die Freileitung genehmigen, werde man Einspruch einlegen, haben die Flachgauer Bürgermeister in Mailand angekündigt.
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salzburg.ORF.at; 18.9.06
Wenn der Seekirchener Bürgermeister Johann Spatzenegger (ÖVP) gegen die neue 380 Kilovolt-Leitung nun Einspruch erhebt, sei das eine Privatmeinung. Das sagt der Seekirchener Stadtrat Helmut Naderer (Freie Demokraten).
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