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MO | 13.02.2012
Bild aus einem Amateurvideo nach dem Absturz (Bild: ORF/Marcin Twardowski)
ZELL AM SEE
Acht Tote bei Crash Helikopter - Flugzeug
Acht Menschen sind Montagvormittag auf der Schmittenhöhe bei Zell am See (Pinzgau) bei einer Kollision zwischen einem Hubschrauber und einem Kleinflugzeug gestorben. Die Ursache dafür ist noch unklar.
Zusammenstoß bei der Areitbahn
Das Unglück passierte gegen 11.00 Uhr oberhalb der Schmittenhöhe bei Zell am See. Bei der Areitbahn im Bereich der Schoberalm stieß ein Sportflugzeug mit einem Hubschrauber zusammen. Beide stürzten ab, sagte der Pinzgauer Katastrophenreferent Franz Michl.

Eines der Wracks geriet in Brand. Die erste Zahl von sechs Toten musste Michl gegen 12.30 Uhr aber auf acht korrigieren: Sieben Tote wurden im Wrack des Hubschraubers gefunden, einer in den Trümmern des Kleinflugzeugs.
Augenzeugen: "Feuerball am Himmel"
Augenzeugen beobachteten von der Schoberalm aus einen frontalen Zusammenstoß der beiden Fluggeräte.

Es habe am Himmel einen Feuerball gegeben, das Sportflugzeug sei sofort in Flammen aufgegangen, allerdings sei kaum ein Knall zu hören gewesen.

Der Hubschrauber wurde bei der Kollision in mehrere Teile zerrissen, die Pilotenkanzel soll zunächst relativ unversehrt ausgesehen haben. Dann seien die Flugzeugteile zu Boden gestürzt, den Aufprall selbst haben die Augenzeugen nicht gesehen.
Bild aus einem Amateurvideo nach dem Absturz (Bild: ORF/Marcin Twardowski)
Hubschrauber auf dem Weg nach Weißbach
Der Hubschrauber, ein Super-Puma-Transport-Helikopter der Schweizer Firma HELOG, hatte einen 1.800 Kilo schweren Kraftwerksteil zum Kraftwerk Kaprun Oberstufe geliefert.

Auf dem Weiterflug zu Holzbringungsarbeiten nach Weißbach bei Lofer (Pinzgau) war er auf dem Parkplatz der Gletscherbahnen noch gelandet und dürfte dort sechs Personen aufgenommen haben. Kurz nach dem Start, in der Nähe des Flugplatzes Zell am See, kam es zum Unglück.
Wrackteil (Bild: APA/Stringer)
Vom Flugplatz Zell startete gerade ein Osttiroler Pilot mit einem Kleinflugzeug der Marke Katana, schilderte Flugplatz-Betriebsleiter Christian Moser: "Es ist ein Kleinflugzeug, das in Zell am See in Richtung Lienz gestartet ist, in der Luft mit einem Hubschrauber kollidiert."

Der Pilot des Hubschraubers hatte zuvor per Funkspruch eine Querung des Luftraumes Richtung Norden angemeldet.
Nach Angaben der Verbund Austrian Hydro Power AG dürfte der Hubschrauber bei der Talstation der Gletscherbahnen in Kaprun zu Holzbringungsarbeiten in Weißbach bei Lofer aufgebrochen sein.

Bei den Toten handelt es sich um fünf Schweizer, einen Deutschen, einen Franzosen und einen Österreicher, meldet die Polizei.

Brennende Trümmerteile
Die beiden Fluggeräte stießen über der Schmittenhöhe bei der Areitbahn zusammen und stürzten ab. Sie schlugen abseits der Piste ein. Augenzeugen berichteten von herumfliegenden Rotorblättern und brennenden Trümmerteilen. Die Trümmer der Wracks liegen 20 Meter zerstreut.

An Bord der Flugzeugs war nur der Pilot. Das Flugzeug wird als nur 500 Kilo schwer und als sehr modern beschrieben. Kurz nach dem Start dann der Funkspruch des Helikopters, der den Luftraum queren wollte.
Suche nach Überlebenden
Im Transporthubschrauber starben sieben Menschen, schilderte Flug- und Bergretter Johannes Schöffel von der Besatzung des Notarzthubschraubers Alpin Heli 6, die zu Hilfe eilte.

"Wir sind zur Unfallstelle gekommen. Sieben Personen sind im Hubschrauber ums Leben gekommen. Teile haben gebrannt. Es waren weitere Einsatzkräfte zu dem zweiten Flieger unterwegs. Es wurde noch nach Überlebenden gesucht - aber ohne Erfolg."
Absturzstelle in Zell am See (Grafik: APA)
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