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MO | 13.02.2012
Arbeit im Archiv (Bild: dpa)
NEUER VORSCHLAG
Archivarbeit statt Studiengebühr
Mit dem Vorschlag, Studenten gegen Erstattung der Studiengebühren Archivarbeiten in den Gemeinden leisten zu lassen, hat sich nun der Tennengauer Regionalverbandsvorsitzende, Bgm. Christian Struber (ÖVP) zu Wort gemeldet.
Geschichtestudenten sollen Akten sichten
Beispielsweise Geschichtsstudenten könnten die vielerorts stapelweise lagernden alten Akten aufarbeiten, schlägt der Bürgermeister von St. Koloman (Tennengau) Christian Struber vor.

Im Gegenzug könnte die jeweilige Gemeinde die Studiengebühr für den Studenten bezahlen, so Struber.
Struber: "Patenschaft über acht Semester"
"Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Gemeinde St. Koloman die Patenschaft für einen Geschichtsstudenten für die Studiendauer von acht Semestern übernimmt und ihm die Studiengebühr ersetzt", meint Struber.

Als Gegenleistung erwartet Struber, dass der Student das Archivmaterial wissenschaftlich aufarbeitet. Das sei in den Gemeinden inzwischen ohnehin dringend notwendig.
"Die Zeitzeugen kommen uns abhanden"
Wenn wir zu lange warten, gibt es keinen mehr, den man dazu befragen könnte. "Wenn wir noch Jahre warten, kommen uns die Zeitzeugen abhanden", fürchtet Struber.

Die Archivarbeit wäre, laut Struber, auch in einem mehrwöchigen Block in den Ferien möglich. Wenn Studenten für Gemeinden arbeiten und dafür die Studiengebühr bezahlt bekommen, ergibt das eine "Win-Win-Situation" für beide Seiten, ist Struber überzeugt.
"Win-Win-Situation für beide Seiten"
"Wir hätten endlich jemand, der unser Archiv wissenschaftlich aufarbeitet und der Vorteil für den Studenten ist, dass er sein Studium wissenschaftlich begleiten kann", so Struber.

Über den Gemeindeverband will Struber seinen Vorschlag bei seinen Bürgermeisterkollegen in ganz Österreich in Umlauf bringen.
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