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MI | 11.04.2012
Olympia-Fahne für Salzburg 2014 (Bild: ORF)
OLYMPIA 2014
Bewerbungsdokument öffentlich verfügbar
Die Salzburger Olympiawerber haben am Dienstag das beim IOC eingereichte Bewerbungsdokument für die Winterspiele 2014 erstmals öffentlich präsentiert. Das Dokument ist auch online abrufbar.
"Große Spiele" oder weniger "Gigantismus"?
Das "Bid-Dokument II" ist Grundlage für den Besuch und die Bewertung des Internationalen Olympischen Komitees Mitte März. Im Vergleich zu den Konkurrenten Sochi und Pyoengchang hat Salzburg einen Großteil der Infrastruktur bereits fertig und auch ein weitaus niedrigeres Budget.

Die Entscheidung, wo die Spiele 2014 ausgetragen werden, sei daher für das IOC richtungsweisend: "Geht man auf die großen Spiele, auf hohe Investitionen oder eine Reduzierung des Gigantismus, um sich auf andere Werte zu besinnen, wie sich das IOC-Präsident Jacques Rogge auf die Fahnen geheftet hat?" - das ist für den Salzburger Olympia-Planungsdirektor Gernot Leitner die Frage.
"Gewachsene Umgebung" in Salzburg
Wenn es um "Big Money" gehe, würden die Winterspiele in Russland oder Korea stattfinden, betont Leitner, "Wenn es um eine gewachsene Umgebung geht, wo die Olympischen Spiele den Höhepunkt darstellen, dann wär's Salzburg."
115 IOC-Mitglieder zu überzeugen
Wie viele IOC-Mitglieder sich vom Salzburger Weg überzeugen lassen, sei die "absolute Gretchenfrage", ergänzt Leitner, "115 IOC-Mitglieder aus 80 Nationen mit den wesentlichen Positionierungen und Informationen zu beliefern, ist unsere schwierigste Aufgabe."

Salzburg könne "die Marke Olympische Winterspiele und Wintersport auf einen neuen Level heben und produziert nicht nur - sagen wir - künstliche Spiele", ist der Salzburger Olympia-Planungsdirektor überzeugt.
Viel geringere Kosten für Infrastruktur
Dass Salzburg ein deutlich geringeres Olympia-Budget als der koreanische und russische Konkurrent hat, sieht Leitner gerlassen:

"Budgets sind immer orts- und lagebezogen. Wir haben einfach eine Fülle an Experten und guten Rahmenbedingungen vorhanden. Das heißt: Wir müssen nicht 1,3 Milliarden für elektrische Versorgung ausgeben."
"Bei operativen Kosten ganz ähnlich"
Wenn man die Budgets zur Abwicklung der Spiele selbst vergleiche, "liegen wir sehr nahe dran", betont Leitner, "Ich habe mir nur das russische Budget im Detail angesehen. Da liegen wir bei den operativen Kosten ganz ähnlich. Die Infrastruktur-Kosten sind (in Russland - Anm.) natürlich wesentlich höher."
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