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ANTI-DISKRIMINIERUNG |
20.11.2006 |
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Erstmals Strafe für Homosexuellen-Mobbing
Das Landesgericht Salzburg hat jetzt erstmals zwei Lagerarbeiter verurteilt, weil sie einen homosexuellen Kollegen gemobbt haben. Das ist die erste rechtskräftige Strafe nach dem Gleichbehandlungsgesetz.
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"Mit sehr obszönen Aussprüchen verspottet"
Der Lkw-Fahrer eines Transportunternehmens bekennt sich offen zu seiner Homosexualität - deshalb wurde er zu einer Zielscheibe der beiden Lagerarbeiter. Er sei über Monate immer wieder gemobbt worden, schilderte sein Anwalt Thomas Majoros: "Sie haben ihn teilweise mit sehr obszönen Aussprüchen verspottet."
Auch Kollegen, die sich mit dem Lkw-Fahrer unterhielten, seien dem Spott ausgesetzt gewesen, ergänzt Majoros: "Man hat sie gefragt, ob sie auch homosexuell sind, weil sie mit ihm reden."
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Zwei Mal 400 Euro Strafe
Obwohl sich sein Vorgesetzter für ihn einsetzte, hat der Betroffene schließlich nach dem seit 2004 gültigen Gleichstellungsgesetz geklagt und immateriellen Schadenersatz verlangt. Der Richter verurteilte die beiden Lagerarbeiter rechtskräftig zu je 400 Euro Strafzahlung.
Zwar wäre seinem Mandaten "ein Vielfaches zugestanden", betonte der Anwalt, "es ging ihm aber um die Grundsatzfrage." Die Belästigungen am Arbeitsplatz hätten nun aufgehört: "Durch das Verfahren hat er sich im Unternehmen großen Respekt verschafft."
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Für Homosexuellen-Organisation "Signal"
Das Urteil sei ein "Signal", betonte Kurt Krickler von der Homosexuellen-Initiative (HOSI). Er hofft, dass sich Homosexuelle in Zukunft öfter trauen, gegen Diskriminierung vorzugehen. Bisher sei die Angst um den Arbeitsplatz bei vielen stärker: "Viele überlegen sich drei Mal, etwas zu tun, und nehmen viele Dinge hin."
Der Lkw-Fahrer hat bei dem Prozess auch Unterstützung vom Klagsverband bekommen. Diese Dachorganisation kümmert sich um benachteiligte Randgruppen. Und für Klagsverbands-Obmann Dieter Schindlauer ist klar: "Ein Opfer der Diskriminierung hat aufgehört, ein Opfer zu sein."
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noe.ORF.at; 27.7.06
Mehr als 300.000 Euro hat ein Mann aus Amstetten zwei rumänischen Erpressern bezahlt. Die beiden hatten gedroht, die homosexuellen Neigungen des Mannes auffliegen zu lassen.
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Link:
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