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"SCHULFLÜCHTLINGE" |
11.09.2006 |
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Eltern fürchten negativen Einfluss auf Kinder
Die öffentlichen Schulen hätten einen schlechten Einfluss auf ihre drei schulpflichtigen Kinder: das nennt jene Familie als Hauptmotiv, die vor den deutschen Schulbehörden nach St. Wolfgang im benachbarten Oberösterreich "geflüchtet" ist.
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Familie lebt von Kindergeld und Spenden
"Bibelfamilie", "Schulschwänzer"-Familie und ähnliches, das alles musste und muss sich jene Familie anhören, die seit fast zwei Wochen auf der Flucht vor den deutschen Schulbehörden ist.
Die Familie aus Othmarschen bei Hamburg weigert sich wie berichtet, ihre Kinder in eine Schule zu schicken. In ihrem derzeitigen Domizil in St. Wolfgang lebt die Familie von Spenden und vom Kindergeld.
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In Nacht- und Nebelaktion nach Österreich
Sechs Kinder hat die Familie insgesamt, drei von ihnen müssten eigentlich schon seit Wochen die Schulbank drücken. Die Flucht vor der Schulpflicht, die es in Deutschland gibt, verlief abenteuerlich.
In einem geborgten Wohnmobil kam die Familie in einer Nacht- und Nebelaktion nach Österreich. In St.Wolfgang hat ihnen Adolf Weiss in seinem Christlichen Freizeitheim "Grüne Au" Quartier gegeben:
"Wenn jemand in Not und bedrängt ist wie diese Familie, dann ist für mich klar, dass ich meine Tore öffne", sagt Adolf Weiss.
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Vater saß in Hamburg bereits in Haft
Der Vater der Familie saß in Hamburg sogar in sogenannter Erzwingungshaft. Die Behörden drohen dem 44-Jährigen und seiner hoch schwangeren Frau inzwischen mit dem Entzug des Sorgerechts.
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"Erzwingungshaft schon an der Tagesordnung"
In Deutschland ist dieses Vorgehen gegen Eltern, die ihre Kinder aus Überzeugung selbst zu Hause unterrrichten wollen, kein Einzelfall, sagt Unterkunftsgeber Weiß, ein pensionierter Beamter aus Deutschland:
"Viele Leute in Deutschland sind inzwischen schon ein bisschen 'abgebrüht', weil es schon an der Tagesordnung ist, dass Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, in Haft genommen werden."
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Eltern wollen nicht vor´s Mikrofon
Die Familie wollte dem ORF kein Interview geben, einen vereinbarter Termin ließ man platzen. Derzeit lebt die achtköpfige Familie vom Kindergeld und Spenden, sagt ihr Quartiergeber:
"Die Familie ist jetzt schon knapp zwei Wochen hier. Und jeden Tag kamen neue Überlegungen und Erkenntnisse, wie es am nächsten Tag weiter gehen soll."
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Heim-Unterricht in Österreich kein Problem
In Österreich könnte die Familie ihre Kinder selbst unterrichten. Dazu wäre lediglich vor Beginn des Schuljahres eine Mitteilung an den zuständige Schulrat notwendig.
Am Jahresende müssten Kinder, die in Österreich zu Hause unterrichtet werden, allerdings eine Prüfung an einer öffentlichen Schule ablegen.
In Salzburg werden derzeit rund 60 Kinder daheim unterrichtet, zwei Drittel von ihnen allerdings nur deshalb, weil sie keine Vorschul-Klasse besuchen können.
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salzburg.ORF.at; 6.9.06
Jene Familie, die auf der Flucht vor deutschen Schulbehörden nach St. Wolfgang kam, hat sich am Dienstag beim Gemeindeamt angemeldet. Die Eltern lehnen unter anderem Sexualkunde an Schulen für ihre Kinder strikt ab.
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