Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Postbus (Bild: Postbus AG)
TESTBETRIEB GESCHEITERT
Keine Getränkeautomaten in Postbussen
Die Fahrgäste wären von Getränkeautomaten in den Postbussen begeistert gewesen. Leider habe kein Testgerät den Fahrtstrapazen stand gehalten, bedauert Regionalmanager Gernot Hubner das Ende des Versuchsbetriebs.
Vibrationen brachten Automaten um
Mit kühlen Getränken wollte die Österreichische Postbus AG ihr Service in den Linienbussen verbessern.

Nach dem 14 Monate dauernden Testbetrieb in Salzburg musste Regionalmanager Hubner, der Initiator des Projekts, aufgeben. Die Automaten hielten den Vibrationen während der Fahrt nicht Stand.
Geräte technisch nicht ausgereift
"Das Projekt ist technisch noch nicht umsetzbar, obwohl es von den Kunden gut angenommen wurde", zog Hubner eine nüchterne Bilanz.

In zwei Bussen, die zwischen Salzburg, St. Gilgen und Bad Ischl unterwegs waren, wurden drei verschiedene Gerätetypen getestet worden.

In Kooperation mit einem österreichischen Fruchtsafthersteller seien zuckerfreie Fruchtsäfte um je einen Euro angeboten worden.
Fahrgäste zufrieden, Umsatz stimmte
Die Getränke seien bei Touristen, Pendlern, Schülern und deren Eltern "extrem gut angekommen", so Hubner.

Auch der Umsatz stimmte. Verkauft wurden fünf bis 25 Flaschen pro Bus und Tag - genug, um die Kosten zu decken.

"Bei funktionierenden Automaten und einem Verkauf von durchschnittlich sieben Flaschen am Tag hätte sich das Projekt nach vier Jahren amortisiert. Es wäre kein Gewinn gewesen, aber ein verbessertes Services für unsere Kunden", so Hubner.
Geräte um 6.000 Euro versagten
Keiner der drei getesteten, rund 6.000 Euro teuren Gerätetypen habe die Strapazen der Fahrt ohne Reparaturen überstanden.

"Solange wir keine Automaten finden, die eineinhalb Jahre ohne große Wartungskosten funktionieren, lässt sich das Projekt auf Dauer nicht umsetzen", bedauerte Hubner.
Zu hohe Reparaturkosten
Alle zwei Monate musste ein teures Ersatzteil herbeigeschafft werden. Die Reparaturkosten waren einfach zu hoch, sagte Hubner.

Innerhalb von fünf Jahren hätten 150 von 230 Bussen mit einem Getränkeautomaten in der Größe eines Kühlschrankes ausgestattet werden sollen. Das Projekt wurde vorerst auf Eis gelegt. Die Testphase verschlang rund 15.000 Euro.
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