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MO | 13.02.2012
Einer der Teilnehmer des Dustball 4000-Rennens (Bild: ORF)
238 km/h im 100er-Limit
Illegales Autorennen auf der Tauernautobahn
Die Tauernautobahn mutierte am Sonntag zum Teilstück des illegalen Autorennens "Dustball 4000": Porsches, Ferraris und Lamborghinis waren viel zu schnell unterwegs. Die reichen Lenker hatten für die Strafen danach aber kein Verständnis.
Großaufgebot der Polizei
Die Polizei hatte aus dem Ausland einen Tipp bekommen und setzte ein Großaufgebot in Marsch. Auch Zivilstreifen patrouillierten, um die Teilnehmer des griechischen Rennens zu erwischen.

An der Polizeiaktion waren auch zwei Hubschrauberbesatzungen des Innenministeriums beteiligt.
Neun der 50 Teilnehmer erwischt
Auf Salzburger Boden wurden schließlich neun der 50 Teilnehmer auf dem Verkehr gezogen. Acht der neun erwischten Griechen mussten sofort ihre Führerscheine abgeben, ein weiterer musste eine Geldstrafe bezahlen. Zusätzlich wurde den Rasern bis zu 500 Euro an Sicherheitsleistung abgenommen.

Der Schnellste war in der 100er-Beschränkung mit 238 Stundenkilometern gemessen worden.
Auto eines Dustball-4000-Teilnehmers (Bild: ORF)
Führerscheinabnahme "nicht zuzumuten"
Die Erwischten wie der Versicherungsmakler Sotiris und der Ingenieur Antonis waren über die Strafe alles andere als erfreut.

"Sie sagten uns, wir bekommen die Führerscheine in zwei Wochen zurück - unglaublich. Dass wir eine Geldstrafe bekommen, ist vollkommen in Ordnung. Aber sie können uns nicht zumuten, dass wir mit dem Flugzeug zurückkehren und das Auto hierlassen, weil wir keinen Führerschein mehr haben."
Frau eines Pink-Floyd-Musikers am Steuer
Auch Franka Wright, Frau des Pink-Floyd-Musikers Richard Wright, verstand die Strafe nicht: "Salzburg ist ein Tourismusland genauso wie Griechenland. Meine Freunde rufen mich an und fragen mich, was hier los ist, ob ich im Gefängnis bin - unverständlich, wir haben doch nichts getan."

Anderswo in Europa würden schließlich Autobahnen für das Rennen gesperrt oder nur Bußgelder verlangt, fanden die Teilnehmer des Rennens.
Keine Extrawürste für Reiche
Friedrich Schmidhuber von der Salzburger Verkehrspolizei stellt aber klar: "Wenn jemand glaubt, er muss sich daran nicht halten und über entsprechenden finanziellen Background verfügt, dann muss man ihn für Österreich enttäuschen. Denn bei uns hat man sich daran zu halten und entsprechende Konsequenzen zu tragen."

Ein Teilnehmer des Rennens wird Salzburg noch zusätzlich in schlechter Erinnerung behalten: Eine 50-jährige Oberndorferin zerkratzte seinen vor dem Hotel Sacher abgestellten roten Ferrari.
"Von unserer Karte gestrichen"
Für Dustball-4000-Reiseleiter Bill Puritsano ist deshalb eines sicher: "Österreich ist von unserer Karte gestrichen. Wir kommen nie mehr zurück."
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