|
|
 |
 |
KONTRACOM-FESTIVAL |
10.05.2006 |
|
|
|
|
Umgedrehter Hubschrauber aufgestellt
Auf dem Salzburger Residenzplatz wurde Mittwochfrüh eines der umstrittensten Projekte des Freitag beginnenden Kunstfestivals Kontracom eingerichtet: der umgedrehte Helikopter von Paola Pivi.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zerlegt nach Salzburg transportiert
Der Hubschrauber wurde in der Nacht auf Mittwoch zerlegt von Wels nach Salzburg transportiert; gegen drei Uhr Nachts traf der Transport am Residenzplatz ein.
Der Helikopter wurde mit Hilfe von zwei Kränen gedreht und muss fixiert werden. Rund 15 Kranführer, Statiker und zwei Flugtechniker des Bundesheeres waren damit beschäftigt, den Helikopter auf seinem 20 Mal 20 Metern auf dem Residenzplatz zu installieren.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Künstlerin sehr zurückhaltend
Die Künstlerin, die Italienerin Paola Pivi, ist mit dem Fortschritt der Arbeiten zufrieden, sie ist aber nach dem Medienrummel der vergangenen Wochen sehr zurückhaltend und will sich noch nicht endgültig äußern: "Es ist zu früh. Es ist noch nicht fertig. Es geht gut voran. Ich habe nichts erwartet."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
Passanten geteilter Meinung
Ganz anders verhält es sich mit der Salzburger Bevölkerung, mit den Passanten und Schaulustigen die auf den Residenzplatz kommen: Sie sind geteilter Meinung.
"Für mich persönlich ist es verzichtbar, aber ein Denkanstoß ist es alle Mal", sagt ein Besucher. Ein anderer "ist absolut dagegen - schade um das Geld. Mit diesem Geld hätte man den Platz pflastern können." In die selbe Kerbe schlägt ein Schaulustiger: "Ich bin schon für Kunst, aber nicht für diese Kunst. Mich reut das Geld, weil das brauchen wir für andere Sachen."
Eine weitere Passantin findet den Hubschrauber "toll. Da passt er wunderbar her. Der Platz ist ohnehin so kahl." Ein weiterer findet das Projekt "herrlich. Das ist so richtig der jährliche Salzburger Skandal, wo sich die altvaterischen Salzburger aufregen können."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bewachung rund um die Uhr
Der Helikopter wird bis 16. Juli - dem Ende von Kontracom - rund um die Uhr von zwei Mitarbeitern des Österreichischen Wachdienstes bewacht. Das sei eine behördliche Notwendigkeit, sagt Inge Brodil, Leiterin des Büros Mozart 2006.
"Es ist eine 24-Stunden-Bewachung dank des Österreichischen Wachdienstes mit einer großen Sponsorleistung verbunden", sagt Brodil, "Wir zahlen dafür, aber nicht in dem Umfang, wie es normalerweise kosten würde. Es wird auch eine Stahlumrandung geben, ein Stahlseil, das letztlich auch den Zugang verhindern wird."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Protest mit umgedrehtem Peugeot 205
Gegen die Installation protestierte am Mittwochfrüh der 30-jährige Anifer Künstler Jürgen Fux: Er legte einen umgedrehten Peugeot 205 mit einem an einer Holzstange montierten "Heckrotor" vor die Mozartstatue auf dem Mozartplatz und verband der Statue mit einem weißen Tuch die Augen.
Auf einem aufgehängten Transparent war zusätzlich zu lesen: "Wolferl: 'Geburtstag hin oder her, jeden Sch..... muss ich mir nicht anschauen!!'". Gegen 6.30 Uhr wurde das Auto von einem Abschleppdienst entfernt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
salzburg.ORF.at; 28.3.06
Seit Wochen wird in Leserbriefen gegen den auf dem Rücken liegenden Hubschrauber von Paola Pivi Stimmung gemacht. Am Montag haben nun die Verantwortlichen versucht, den Blick auf das Wesen des Kunstwerks zu lenken.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Festival alle zwei Jahre
Das Kontracom-Festival unter der Leitung von Max Hollein soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Die Kosten von 450.000 Euro teilen sich Stadt, Land und Altstadt-Marketing.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|